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Basketball: Elephants blamieren sich in Barmen bis auf die Knochen

Basketball : Elephants blamieren sich in Barmen bis auf die Knochen

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass es dem aktuellen Team des Basketball-Regionalligisten NEW Energie Elephants trotz illustren Personals am nötigen Biss fehlt, lieferte den die schmähliche 73:81-Schlappe (Halbzeit 45:23) beim Schlusslicht Barmer TV.

Das Unbegreifliche an der Blamage: Bis zur Pause hatten die Gäste das Geschehen locker im Griff, lagen mit 22 Punkten vorne. "Da haben wir den Gegner in Grund und Boden und an die Wand gespielt", sagte Trainerin Hartmut Oehmen. Umso härter traf ihn die Vorstellung seiner Jungs nach dem Seitenwechsel: "Da hat die Mannschaft das Basketballspielen kollektiv eingestellt." Die Elephants verloren die nächsten beiden Viertel mit 16:32 und 12:26 und die zweite Hälfte mit 28:58. Und das gegen einen Kontrahenten, der bis dahin nur drei Siege auf seinem Konto hatte – davon einer sogar erst am grünen Tisch. Peinlicher geht es eigentlich nicht mehr.

Auch der Coach verstand nach dem Debakel in den zweiten 20 Minuten die Welt nicht mehr. "Denn zehn Tage vorher schießen wir im Pokal-Halbfinale eine gute Mannschaft wie Wulfen aus der Halle." Selbst bei so zuverlässigen Kräften wie Simon Bennett ging gar nichts. Oehmen bescheinigte seinem Kapitän "das schlechteste Spiel, das ich von ihm in Grevenbroich jemals gesehen habe". Auch die Center Jo Lange, Jan Zimmermann und Marvin Kruchen, dessen für den Abend geplante Geburtstagssause zum 24. ins Wasser fiel, bekamen ihr Fett weg. "Die holen zu dritt in 38 Minuten acht Rebounds, dagegen kommt Daniel Walter für Barmen in 30 Minuten alleine auf 14."

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Und weil er so kurz nach dem wieder mal missratenen Auftritt gerade in Rage war, machte er gleich weiter, rügte Raed Mostafa und Max Dohmen für ihre uninspirierte Arbeit, zählte Federico Cozzos Fehler auf ("Für ihn waren selbst die 2:54 Minuten auf dem Feld noch zu viel.") und kritisierte trotz seiner 20 Punkte selbst Dave Boykin: "Das war auch nicht so doll." Lediglich Bastian Becker bescheinigte er bis zur Pause eine recht ordentliche Leistung, "der Rest war mangelhaft bis ungenügend". Gleichzeitig kündigte er an: "Die letzten Partien sind jetzt für alle nur noch ein Vorspielen für die nächste Saison."

(sit)