Eishockey-Regionalligist Neusser EV verpflichtet Jason Popek

Eishockey : Ein neuer Kanadier soll Neuss zum ersten Sieg verhelfen

Jason Popek verstärkt vor den Spielen gegen Dinslaken und Neuwied den geschrumpften Kader des Eishockey-Regionalligisten Neusser EV.

Nach der beeindruckenden Leistung bei der unglücklichen 1:2-Niederlage in Neuwied vor zwei Wochen setzt der Eishockey-Regionalligist Neusser EV alle Hoffnung auf das kommende Wochenende. Ein Heimsieg über die vor dem NEV rangierenden Dinslakener Kobras am Freitagabend sollte ebenso möglich sein wie eine Überraschung in Neuwied am Sonntagabend.

Doch inzwischen sind Zweifel angebracht, dass dem Schlusslicht NEV endlich der erste Sieg gelingen könnte. Die 1:7-Niederlage am  Sonntag bei den Hammer Eisbären war deprimierend. Angekündigt hatte sich der NEV mit vier Blöcken, und dann fehlten plötzlich vier Stürmer und ein Verteidiger, so dass Trainer Daniel Benske kräftig improvisieren musste. Vor allem in den Angriffsreihen, die ohnehin schussschwach in den letzten vier Spielen gerade einmal fünf Tore fabriziert haben, fielen die Ausfälle arg ins Gewicht.

Da kommt Benske der dritte in dieser Saison verpflichtete Ausländer gerade recht. Der 29 Jahre alte kanadische Stürmer Jason Popek – 1,91 Meter groß und 95 Kilogramm  schwer – soll lösen, was seine beiden Vorgänger nicht geschafft haben. Der US-Amerikaner Brett Lucas konnte die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen und kehrte schon früh in der Saison zum Fünftligisten Solingen zurück. Der Lette Sergejs Piskunovs war unzufrieden und heuert wahrscheinlich beim norddeutschen Regionalliga-Meister ECW Jade wieder an, wo schon drei Letten spielen. Jason  Popek ist in Deutschland ein unbeschriebenes Eishockeyblatt. Ihn zog es an den Rhein, weil seine Frau an der Kölner Sporthochschule studiert. Sein Einstand im NEV-Training war vielversprechend.

Beim Hinspiel in Dinslaken zeigten die Neusser eine ordentliche Leistung, doch zu einem Sieg reichte es nicht, stattdessen stand eine 2:3-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen. Obwohl die Kobras ihr Potenzial im Laufe der Saison nicht zufriedenstellend ausgeschöpft haben, liegen sie als Tabellenvorletzte schon sechs Punkte vor dem Neusser EV. Die herausragenden Trümpfe im Kader der Kobras sind die beiden Ausländer: Der Tscheche Martin Benes (Nummer. 38), der bereits zehn Tore auf seinem Konto hat, sowie der Kanadier Jesse Parker (Nummer 90), der mit seinen vier Toren etwas unspektakulärer wirkt, dafür aber immer wieder als Vorlagengeber glänzt.

Die Neuwieder Bären gehören zum überlegenen Quartett der Liga, und ihr vierter Platz täuscht ein wenig, denn sie sind gegenüber dem Spitzenreiter EG Diez/Limburg mit drei Spielen im Rückstand. Sie wollen aufholen. Das könnte der NEV zu spüren bekommen. Die bisherigen Ergebnisse lassen vermuten, dass die Bären dem Underdog NEV liegen. Benske, der anderthalb Jahre lang Cheftrainer in Neuwied war, sieht dem Match verhalten optimistisch entgegen.

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