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Eishockey-Regionalligist Neusser EV steckt in einem Motivationsloch

Eishockey : Neusser EV steckt in einem Motivationsloch

Selbst gegen das Schlusslicht EC Lauterbach gelingt kein Sieg.

Vor Wochen schon unkte Boris Ackermann, Trainer des Eishockey-Regionalligisten: „Es wird schwer werden, die Mannschaft zu motivieren, wenn es gegen Ende der Hauptrunde um nichts mehr geht – weder in Richtung Platz sieben noch nach unten.“ Und dieser Zeitpunkt scheint am Sonntagabend, sechs Spiele vor Ende der Runde, schon gekommen zu sein. Der gastgebende NEV verlor gegen den Tabellenletzten EC Lauterbach verdient mit 3:5 (1:1, 0:1, 2:3) vor nur noch 64 Zuschauern. „Das war kläglich,“ kommentierte Trainer Ackermann: „Das ist nicht mein Anspruch und auch nicht der Anspruch der Mannschaft. Aber leider passte das heute nicht aufeinander. Ich brauche Zeit, um das zu analysieren.“

Für Lauterbach, das mit diesem Erfolg die Rote Laterne wieder an die Frankfurter Löwen abgegeben hat, war es erst der dritte Sieg dieser Saison. Und die Überlegenheit, mit der die Luchse vom Vogelsberg den NEV vorgeführt haben, überraschte alle. Hatten sie doch in weitgehend gleicher Besetzung ihr erstes Match in Neuss mit 4:15 verloren. Der Trainerwechsel – Andrej Jaufmann übernahm von Petr Zachar – vor knapp zwei Monaten hat der Mannschaft offensichtlich gutgetan.

Schon im ersten Drittel, das Neuss mit einem Führungstor durch Maximilian Stein in der sechsten Minute eröffnete, fehlte dem Spiel der Gastgeber der nötige Druck. Die Folge war der Ausgleich durch Nikolai Varionov, was die NEV-Cracks zunächst auf die leichte Schulter nahmen. Doch ihr ungeordnetes Spiel baute den geschickt gecoachten Gegner regelrecht auf, der verdient mit einer 2:1-Führung – abermals Varionov – ins dritte Drittel ging. In diesem letzten Abschnitt resignierte der NEV zwar nicht, verlor aber trotz guten läuferischen Einsatzes das ‚Nachlaufen‘. Jamie Lindt erzielte in der 45. Minute auf Anspiel von Stein und Andre Nelleßen das 2:3, Dominick Thum in der 58. Minute auf Vorlage von Schahab Aminikia und David Bineschpayouh das 3:4.

Die eifrigen Lauterbacher hatte zum Beginn des Schlussdrittels durch Roman Löwing einen Zwei-Tore-Vorsprung (1:3) herausgearbeitet, den Daniel Schindler (2:4) und Michal Zizka (3:5) wieder herstellten.