Eishockey-Regionalliga Sebastian Geisler bleibt Trainer des Neusser EV

Neuss · Nach der erfolgreichen Saison im vergangenen Jahr ist die Vertragsverlängerung nur ein logischer Schritt. Auch für den am Krebs erkrankten Carsten Ackers steht die Tür weiter offen.

 Setzt seine Arbeit in Neuss fort: Trainer Sebastian Geisler.

Setzt seine Arbeit in Neuss fort: Trainer Sebastian Geisler.

Foto: NEV

Eis gibt es in der Halle am Südpark schon seit Ende März keines mehr und bis zur nächsten Eishockey-Saison in der Regionalliga NRW ist es auch noch lange hin, doch untätig ist der Neusser EV nicht. Dass sich der Verein mit Trainer Sebastian Geisler nun auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt hat, ist irgendwie logisch, „denn mit dem vierten Tabellenplatz und dem anschließenden Einzug in das Play-off-Halbfinale endete die Saison mit dem größten Erfolg der vergangenen Jahre“, sagt der Vorsitzende Maximilian Pilgram.

Für den Coach ist der Fall ohnehin klar: „Ich bin Neusser und der NEV ist mein Verein. Daher musste ich nicht lange überlegen.“ Nach seiner Ausbildung im Neusser Nachwuchs und Stationen in Ratingen/Oberhausen und Duisburg war er 2009 zum NEV zurückgekehrt und blieb der Erstvertretung als Verteidiger mehr als ein Jahrzehnt lang treu. Noch während seiner aktiven Laufbahn übernahm er parallel als Trainer Verantwortung für die kleinsten Talente in Reuschenberg. Im Anschluss an seine aktive Laufbahn gaben ihm Engagements bei der Düsseldorfer EG und den Moskitos Essen wichtige Impulse für die Trainerarbeit, ehe es ihn 2016 abermals in seine Heimatstadt zog. Dort war er von 2021 bis 2023 für die Regionalliga-Truppe zuständig. Nach siebenmonatiger Pause rückte er an die Seite von Carsten Ackers, den er nach dessen schwerer Erkrankung ab Dezember als Headcoach vertrat.

Pilgram betont indes ausdrücklich, dass sich der Verein damit für Geisler, aber keineswegs gegen Ackers ausgesprochen habe: „Für ihn steht die Tür jederzeit offen, sei es im bewährten Tandem mit Geisler als Co-Trainer bei der Ersten Mannschaft oder bei unserer U20. Wir möchten ihm aber auch die Zeit geben, die es braucht, um zu genesen.“ Der 46-jährige war von Anfang an offen mit seiner Krebserkrankung umgegangen. Nach positiven Untersuchungsergebnissen geht es für Ackers im Sommer mit der Chemotherapie weiter.

Zweiter Abgang nach Torhüter Marko Brlic ist Maximilian Tillmann. Der hauptsächlich beim Krefelder EV ausgebildete Stürmer war 2021 nach Neuss gewechselt und kämpfte sich hier trotz einiger Verletzungsprobleme auch mit Einsätzen im auf Landesliga-Ebene aktiven Perspektivteam des NEV immer wieder in den Kader zurück. In der vergangenen Saison zählte er trotz seiner erst 22 Jahre schon zu den erfahrenen Offensivkräften des Regionalligisten.