Eishockey : Phantomtor bringt NEV um Sieg

Eishockey-Regionalligist Neusser EV verliert in Ratingen in der Verlängerung.

„Einen Punkt verdient gewonnen, aber maßlos enttäuscht,“ so bilanzierte Jörg Passmann, Pressesprecher des Neusser EV die in der Verlängerung kassierte 4:5-Niederlage (1:2, 0:0, 3:2, 0:1) des Eishockey-Regionalligisten NEV beim alten Rivalen Ratinger Ice Aliens.

Die Neusser begannen verhalten und nervös und wurden durch das Ratinger 1:0 in der fünften Minute durch Joey Menzel aufgeschreckt. Nur anderthalb Minuten später brachte Felix Wolter (1:1) auf Vorlage von Maximilian Bleyer die Gäste wieder in die Bahn. Nach durchwachsenem Beginn spielten die Neusser nun auf Augenhöhe und steckten die erneute Ratinger Führung – 2:1 durch Tim Brazda – gut weg. Das Mitteldrittel verlief torlos und ohne nennenswerte Höhepunkte. Es dauerte bis zur 44. Minute, ehe dem deutlich die Oberhand gewinnenden Neusser EV der Ausgleich durch Felix Wolter – angespielt von Maximilian Bleyer und Lukas Siebenmorgen gelang.

Mit einem sehenswerten Treffer durch Jason Popek, Zuspiel von Paul Gebel und Nikolai Varianov, ging Neuss in der 54. Minute erstmals in Führung. Und als Bleyer auf Vorlage von Alexander Richter eine halbe Minute später auf 4:2 erhöhte, schien der NEV auf der sicheren Gewinnerstraße zu sein. Drei Minuten vor Schluss brachte Tim Brazda die Aliens auf 4:3 heran, und dann passierte 88 Sekunden später das aus Neusser Sicht große Ärgernis: Tim Brazda drückte mit der Hand den Puck regelwidrig ins Tor von Ken Passmann. So jedenfalls haben es die meisten Zuschauer gesehen – nicht jedoch die Schiedsrichterin. Neuss musste unverdient in die Verlängerung, die Ratingen durch Lorenzo Maas in der 62. Minute für sich entschied.

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Ratingens Trainer Andrej Fuchs, ehemals Chef an der Neusser Bande, nahm zum umstrittenen 4:4-Ausgleichstreffer keine Stellung, sondern sagte nur „In dem Moment habe ich nicht genau hingeschaut.“ Zweimal hat Neuss nun gegen Ratingen in der Verlängerung verloren, doch es bleiben noch zwei Gelegenheiten zur Revanche: Schon am kommenden Freitag und in einem Monat – beides Heimspiele.