Eishockey : Neusser EV ist auch am „Family Day“ nur Außenseiter

Zwei prominente Gegner, die in der vergangenen Saison die Eishockey-Regionalliga dominierten, sind an diesem Wochenende Gast beim Neusser EV: Am Freitag der Vizemeister Hammer Eisbären und am Sonntagabend der Meister Herforder EV.

Obwohl sich die beiden Vereine aus Westfalen gegenüber dem Vorjahr noch einmal verstärkt haben, sind sie ein wenig holprig in die Saison gestartet, was der Spannung in dieser Miniliga mit nur sieben Teilnehmern zugutekommt. Hamm holte aus vier Spielen nur drei Punkte und rangiert auf Platz sechs vor dem NEV (ein Punkt). Herford sammelte statt der möglichen zwölfPunkte wenigstens acht ein und belegt zurzeit Rang drei.

Dennoch gehen die Hammer Eisbären als klare Favoriten ins Rennen. Sie haben sich aus den Resten der Soester EG, die ihre Segel gestrichen hat, unter anderem  Routinier Igor Furda geangelt und den abgewanderten Tschechen Lukas Novacek durch dessen Landsmann Milan Svarc ersetzt. Der erfahrene Trainer Ralf Hoja wird keine lange Zeit benötigen, um aus dem veränderten Kader eine homogene Mannschaft zu formen. In der vergangenen Saison waren die Eisbären – die Play-off-Spiele eingeschlossen – siebenmal gegen Neuss erfolgreich. Ähnlich sieht die NEV-Bilanz auch gegen Herford aus, und die Ostwestfalen haben sich sogar noch verstärkt. Auch sie haben sich bei der gescheiterten Soester EG bedient. Zudem haben sie neben ihrem überragenden Kanadier Killian Hutt mit Guillaume Naud einen weiteren kanadischen Stürmer verpflichtet. Mittelfristig scheinen die Herforder für die Oberliga zu planen.

Davon sind die Amateure des Neusser EV weit entfernt. Trainer Daniel Benske muss trotz guter Ansätze in den jüngsten Spielen improvisieren. Neben Verletzungen muss er die Abgänge von Maximilian Stein und Brett Lucas (USA) ausgleichen, der nach Solingen zurückgekehrt ist. Außerdem ist Timon Busse gesperrt.

Gegen Hamm ist am Freitag  Family-Day: Für zehn Euro können zwei Erwachsene und zwei Kinder das Match besuchen.

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