Eishockey Regionalliga Neusser EV in Play-off-Runde

Eishockey : Eishockey: Für NEV könnten die Play-offs am Freitag enden

Wer Realist ist, muss damit rechnen, dass der Neusser EV heute Abend bei den Hammer Eisbären im Play-off-Rennen um die Meisterschaft der Eishockey-Regionalliga ausscheidet. Zwei von drei notwendigen Siegen fürs Weiterkommen (10:0 und 5:2) haben die Westfalen bereits eingefahren und haben nun Machtball.

Sollte dem NEV jedoch in Hamm eine positive Überraschung gelingen, dann käme es am Sonntag (20 Uhr) zu einem zweiten Play-off-Heimspiel. Es wäre das Maximalziel und der heimliche Wunsch der NEV-Verantwortlichen.

Dass der Neusser EV an einem guten Tag auch gegen die haushoch favorisierten Eisbären mithalten kann, haben die Schützlinge von Trainer Boris Ackermann im Heimspiel am vergangenen Sontag bei ihrer 2:5-Niederlage bewiesen. „Unsere Moral ist ungebrochen,“ gibt Ackermann zu Protokoll. In Erinnerung an große Duelle zwischen Neuss und Hamm in den vergangenen Jahren, in denen Neuss auch ohne Favoritenrolle Siege landen konnte, gibt sich Ackermann vorsichtig optimistisch. Vor allem sieht er keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Dennoch, der Qualitätsunterschied der beiden Kontrahenten ist gewaltig. Die Westfalen haben als Gewinner der Hauptrunde mit 93 Punkten gut dreimal so viele Zähler auf ihr Konto gebracht wie der Achtplatzierte NEV (28), der als reines Amateurteam die Play-off-Qualifikation souverän erreicht hat.

Und ein Blick auf die beiden Duelle vom vergangenen Wochenende zeigt, dass Hamm durchaus noch steigerungsfähig ist. Zuletzt pausierten zwei ihrer Topstürmer, der Tscheche Lukas Novacek sowie der quirlige Ibrahim Weißleder, was der erfahrene Hammer Trainer Ralf Hoja aufgrund seines ausgeglichenen Kaders leicht ausgleichen konnte.

Ackermann bremst die Hoffnungen der Neussser Optimisten. Er muss auf Schahab Aminikia aus Studiengründen verzichten. Keeper Ken Passmann, zuletzt in großer Form, litt unter einer heftigen Erkältung. Ackermann: „Außerdem haben wir ein paar angeschlagene Spieler. Schauen wir mal, wer alles auflaufen kann.“ Weiter lässt sich der Trainer jedoch nicht in die Karten schauen. Er hofft, dass ein Quäntchen Glück die Einsatzfreude seiner Jungs belohnt. „In jedem Fall freuen wir uns auf den Abend, an dem wir noch einmal vor großer Kulisse spielen können.“

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