1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Eishockey-Regionalliga: Herforder EV bezwingt den Neusser EV mit 10:2.

Eishockey : Profis aus Kanada nicht zu stoppen

Eishockey-Regionalliga: Herforder EV bezwingt den Neusser EV am Ende mit 10:2.

Im letzten Drittel ist der Neusser EV im Heimspiel gegen den Herforder EV, den Meister der Eishockey-Regionalliga, sang- und klanglos untergegangen. Die Westfalen gewannen mit 10:2 (2:0, 3:2, 5:0) und unterstrichen damit, dass sie nach verschlafenem Saisonstart zu ihrer letztjährigen Stärke zurückgefunden haben. Es war ihr neunter Sieg in Folge.

NEV-Trainer Boris Ackermann analysierte nach dem Match: „Mit dem ersten Drittel war ich eigentlich noch zufrieden. Wir haben gut mitgehalten. Die zwei Gegentore sind individuellen Fehlern entsprungen. Das kann passieren. Im Schlussabschnitt aber waren wir zu naiv, haben einfach schlecht gespielt.“ Oliver Gerst, der Sportliche Leiter des NEV, konkretisierte deutlicher: „Die beiden Kanadier der Herforder, Hutt und Skinner, machten den Unterschied aus. Sie alleine sammelten 14 Scorerpunkte. Ohne sie wären die Westfalen nicht einmal die Hälfte wert.“

In der Tat, die beiden Kanadier, die schon am Freitag gegen den Tabellenletzten Frankfurt (10:1) die Hälfte der Tor fabriziert hatten, steuerten in Neuss wieder sechs Treffer bei: Hutt vier und Skinner zwei Tore, wobei Skinner mit sechs Vorlagen glänzte. Nimmt man dann noch den jungen Ulib Berezowskij mit seinen fünf Anspielen hinzu, dann wird der angesprochene Unterschied zu den Neusser Möglichkeiten sichtbar.

Nur zweimal flackerte nach dem 0:2-Rückstand das Flämmchen Hoffnung bei den Neussern auf – sowohl bei den Spielern als auch bei den Neusser Fans, die unter den nur 100 Zuschauern kaum die Hälfte ausmachten: In der 26. Minute verkürzte Davis Bineschpayouh auf 1:2 und in der 38. Minute Thorben Beeg nach Anspiel von Kapitän Francesco Lahmer auf 2:4. Dann aber ließ der NEV immer mehr nach. Und wenn die Gäste vor dem Neusser Tor den Druck erhöhten, agierten die NEV-Cracks im Kopf und mit dem Schläger immer wieder ein wenig zu spät. An Patrick Fücker, der für Stammtorwart Ken Passmann spielte, haben die zehn Gegentore nicht gelegen.