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Lokalsport: Eishockey: "Ohne Acht" hat der NEV keine echte Chance

Lokalsport : Eishockey: "Ohne Acht" hat der NEV keine echte Chance

Vor dem Anpfiff ließ ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen für das Eishockey-Match Neusser EV gegen die EG Diez-Limburg nichts Gutes für den gastgebenden NEV erahnen. Während die Gäste in Bestbesetzung antreten konnten, musste Neuss "ohne Acht" - weitestgehend Krankmeldungen - den Kampf aufnehmen und verlor schließlich vor kaum mehr als 100 Zuschauern mit 2:6 (1:2, 0:2, 1:2). Damit zieren die beiden Kontrahenten gemeinsam das Tabellenende - mit einem winzigen Vorteil der Tordifferenz für Neuss.

Das NEV-Trainergespann Fuchs/Benske musste sowohl in der Abwehr mit nur sechs Verteidigern wie auch in der Offensive mit ausgedünnten zwei Angriffsreihen experimentieren. Die Limburger Routiniers legten schon in den ersten zwei Minuten den Grundstein für ihren Sieg. Die erste Angriffswelle der Gäste führte bereits nach 37 Sekunden zum Führungstreffer durch den Torjäger Matthew Fischer auf Anspiel von Andrey Teljukin und Martin Brabec. Und nur zwei Minuten später erhöhte dieses Trio sogar auf 2:0. Die Neusser verdauten diesen unerwartet frühen Rückstand zwar recht ordentlich, gestalteten die Partie offen und wurden in der zwölften Minute durch den Anschlusstreffer von Timon Busse, angespielt von Dominick Thum und Tim Dohmen, belohnt. Die routinierten Gäste vermochten das Tempo niedrig zu halten, ließen die Neusser Angriffsbemühungen ins Leere laufen und zogen durch Treffer von Teljukin und Konstantin Firsanov auf 4:1 davon. Das zweite Neusser Tor durch Niels Lingscheidt beantwortete Diez in der 53. Minute mit zwei Treffern durch Karl Neubert und Fischer innerhalb von nur 39 Sekunden. Fazit: Mit einer Abwehr aus sechs Youngstern - Durchschnittsalter 20 Jahre - kann der NEV gegen Halb- oder gar Vollprofis kaum bestehen, und wenn der wegen des Ausfalls von Holger Schrills umgestellte erste Sturm keine Tore fabriziert, reichen die Möglichkeiten der übrigen Stürmer nicht aus.

(K.K.)