Lokalsport: Eishockey: NEV ließ ein Aufbäumen vermissen

Lokalsport: Eishockey: NEV ließ ein Aufbäumen vermissen

Man wird bescheiden. "Besser als gestern," kommentierte NEV-Vize Rolf von der Heiden die zweite Niederlage des Neusser EV innerhalb 24 Stunden. Nach der blamablen 1:7-Schlappe in Unna gab es vor nur noch 102 zahlenden Zuschauern im Eishockey-Match der Oberliga-Aufstiegsrunde eine 2:5-Heimniederlage (2:2, 0:0, 0:3) durch Lippe-Hockey Hamm. "Besser" war aber keineswegs eine Steigerung von "gut" in diesem niveauarmen Spiel, in dem der Play-off-Anwärter Hamm eigentlich noch mehr enttäuschte als die Gastgeber.

Zwei Drittel lang konnte der NEV ordentlich mithalten, dann aber besiegelten die Westfalen mit drei Treffern innerhalb von elf Minuten das Schicksal des Gastgebers. Dessen Spiel litt im Schlussabschnitt arg unter der kleinlichen Regelauslegung von Hauptschiedsrichter Robert Schelewski, der es gegen Ende übertrieb und dem NEV 14 Strafminuten sowie zwei Disziplinarstrafen aufbrummte, was für Kapitän Ronny Sassen, der vorher schon eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte hatte, den vorzeitigen Abgang in die Kabine bedeutete.

Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da brachte Hamms Routinier Milan Vanek die Westfalen in Führung. Der NEV reagierte taktisch klug, aggressiv und wurde durch zwei Treffer von Holger Schrills belohnt. Hamm hatte alle Mühe seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und war zur ersten Pause froh, dass Pierre Kracht wenige Sekunden zuvor den 2:2-Ausgleich erreicht hatte. Nach den drei Gästetreffern durch Vanek, Jiri Svejda und Tim Pietzko war es enttäuschend, dass sich auf Neusser Seite kaum jemand gegen die Niederlage gestemmt hat. Einige Cracks empfahlen sich für einen Abgang.

(NGZ)