Eishockey: Eishockey: NEV kämpft vorbildlich

Eishockey : Eishockey: NEV kämpft vorbildlich

Nun kann der Neusser EV mit den Essener Moskitos auch den zweiten der vier Großen in der Eishockey-Oberliga abhaken. Erwartungsgemäß gingen sämtliche vier Partien gegen den Favoriten verloren - zuletzt das Heimspiel mit 1:5 (0:3, 0:1, 1:1).

Beide Kontrahenten hatten ihre Freitagsspiele verloren: Essen das Derby in Herne mit 3:4 vor 2400 Zuschauern (!) und Neuss die Begegnung gegen Hamm mit 4:5. Wer geglaubt hatte, die Moskitos würden sich ihren Frust von der Seele schießen, hatte sich ebenso getäuscht wie viele Neusser Fans, die befürchteten, die unglückliche Niederlage gegen Hamm hätte Spuren hinterlassen. Zwölf Minuten lang machten beiden Mannschaften vor nur 146 Zuschauern zwar einen reichlich ungeordneten Eindruck, spielten aber auf Augenhöhe. Dann zeigte Essen sein wahres Gesicht und schoss bis zur ersten Pause eine 3:0-Führung durch Nico Turnwald (2) und Jan Barta heraus. Das war aber fast schon alles, was der hohe Favorit bei seinem Pflichtspiel zu bieten hatte. Die Neusser agierten im Rahmen ihrer Möglichkeiten und wie fast immer mit vorbildlichem Einsatz. Essen verlor jeglichen Glanz und musste sich im Mitteldrittel mit einem Treffer durch Eugen Alanov begnügen. Ähnlich sah der Schlussabschnitt aus. Der NEV ließ nur noch ein Moskitos-Tor durch Patrick Raaf-Effertz zu. Die Neusser Kombinationen wurden immer gefälliger, und der Ehrentreffer von Thomas Müller auf Vorlage von Alexander Richter und Niklas Solder waren eigentlich ein zu geringer Lohn. Manche eingefleischten Neusser Fans waren der Meinung, dass mindestens zwei Gegentore auf das Konto von Schlussmann Ken Passmann gingen. Doch dem widersprach NEV-Co-Trainer Daniel Benske energisch: "Manche Leute haben sich daran gewöhnt, dass Ken auf einem Niveau von 150 Prozent spielt. Heute waren es nur 100 Prozent, und da passieren halt auch einmal solche Tore."

Insgesamt war Benske mit seinem Team zufrieden: "Unser Kombinationsspiel zeigt doch deutliche Fortschritte. Wir freuen uns schon auf die nächste Runde, die am 23. Januar beginnt."

(K.K.)
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