Lokalsport: Eishockey: NEV hat die Play-offs nicht abgeschrieben

Lokalsport: Eishockey: NEV hat die Play-offs nicht abgeschrieben

Im Tabellenkeller der Eishockey-Regionalliga kämpft in der EG Soest, den Dinslakener Kobras, den Lauterbacher Luchsen und dem Neusser EV ein Quartett um drei Play-off-Plätze. Und auf diese drei direkten Konkurrenten trifft der NEV in seinen nächsten Spielen: Heute Abend im Heimspiel auf die EG Soest, am Sonntag in Dinslaken auf die Kobras und am Karnevalssonntag auf die Luchse in Lauterbach. Mit Recht spricht NEV-Trainer Boris Ackermann von den "Wochen der Wahrheit" und ist überzeugt, dass sein ans Tabellenende gerutschtes Team eine Chance auf die Play-off-Runde hat.

Soest kommt als Tabellensiebter nach Neuss und hat bereits acht Punkte Vorsprung gegenüber dem NEV. Außerdem bringen die Bördeindianer eine Portion Selbstbewusstsein mit, denn in den drei bisherigen Spielen blieben sie zweimal Sieger, ehe dem NEV Mitte Dezember ein 6:4-Erfolg gelang. Ihr Manko sind die extremen Schwankungen. Zuletzt schlugen sie zu Hause den Spitzenreiter Diez-Limburg und auch den Zweitplatzierten Herford, doch auswärts erlaubten sie sich eine bittere 1:9-Niederlage beim Titelverteidiger Hamm. Ihre Dreh- und Angelpunkte sind der zurzeit in blendender Form spielende Igor Furda sowie die beiden torgefährlichen Slowaken Martin Juricek und Filip Sedivy. Wahrscheinlich noch ein wenig höher dürfte für den NEV die Hürde in Dinslaken sein. Der alte Rivale hat die Saison mit einem fulminanten Fehlstart - neun Niederlagen - begonnen und taumelte am Tabellenende herum, ehe er mit einer Aufholjagd beeindruckte. Aus der ersten Phase stammt ein Neusser 8:3-Sieg, dem mit 2:6 und 2:7 zwei deftige Neusser Niederlagen folgten. Inzwischen haben die Kobras auf Neuss elf Punkte Vorsprung. Ihre Erfolgsgaranten sind, ähnlich wie bei fast allen Ligakonkurrenten, zwei Ausländer - der Tscheche Michal Plichta und der Kanadier Mark Essery, die allerdings nicht allein für Tore sorgen, denn Routiniers wie Kevin Wilson, Alexander Brinkmann oder Stefan Dreyer sind ebenfalls treffsicher.

(K.K.)