Lokalsport: Eishockey: Neusser EV kontert sich geschickt zum Sieg

Lokalsport : Eishockey: Neusser EV kontert sich geschickt zum Sieg

Oft schon hatte der Neusser EV gegen den EC Lauterbach Jahren gut oder gar überlegen gespielt - und verloren. Dieses Mal dominierte der NEV nicht, gewann aber in Lauterbach mit 5:4 (3:1, 0:2, 2:1). Damit festigte der NEV seine blendende Ausgangsposition, sich für die Meisterrunde der besten Sechs der Eishockey-Regionalliga zu qualifizieren. Er bleibt hinter Ratingen auf dem zweiten Platz.

Obwohl die Neusser nach langer Fahrt erst gut eine Stunde vor dem Anpfiff im Hessenland angekommen waren, stiegen sie mit großem Elan ein und führten nach 140 Sekunden durch Jaime Lindt und Balazs Peter mit 2:0. Die Hausherren brauchten zwölf Minuten, um in Überzahl ihren ersten Treffer durch Julian Grund zu markieren. Gut eine Minute später stellte Peter den Zwei-Tore-Vorsprung für den NEV wieder her. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Hessen das Kommando, die im Kampf um Platz sechs mit dem Rücken zur Wand stehen und alles auf die Karte Offensive setzten. Das Team von NEV-Trainer Andrej Fuchs geriet arg in Bedrängnis und brachte außer gelegentlichen Konterangriffen nicht viel zustande. Zwei Gegentore in der 27. und 28. Minute zum 3:3-Ausgleich durch Philipp Maier und Kenneth Matheson waren die Folge.

In den restlichen 30 Minuten bewies der NEV, dass er auch Defensivspiel beherrscht. Die überlegenen Gastgeber bissen sich die Zähne aus. Geduldig warteten die Neusser auf Konterchancen und hatten in der 47. Minute Erfolg, als Holger Schrills das 4:3 erzielte. Als Lauterbach in der letzten Minute seinen Torwart durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, gelang 48 Sekunden vor dem Abpfiff Schrills der entscheidende fünfte Treffer ins leere Tor der Hessen. Als die Gastgeber dann aber 16 Sekunden vor Schluss durch Grund auf 4:5 verkürzten, verfinsterte sich die Miene des Neusser Trainers. Und statt sich wenige Momente später über den glücklichen Sieg zu freuen, schimpfte er: "Solch ein leichtsinniger Treffer darf nicht passieren. Das kann im Eishockey böse Folgen haben."

(K.K.)