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Korschenbroich: Eine Skulptur für das Rathaus

Korschenbroich : Eine Skulptur für das Rathaus

Im neuen Foyer lodert das "Feuer": Eine 2,14 Meter hohe Skulptur der Korschenbroicher Künstlerin Jacqueline Glükler schmückt das neue Foyer des Rathauses. Gestern wurde das Kunstwerk enthüllt. Die Skulptur ist eine Dauerleihgabe des Freundeskreises für Kunst und Kultur.

Bürgermeister Heinz Josef Dick zog an der schwarzgrauen Decke, bis sie endlich von dem 2,14 Meter hohen Kunstwerk rutschte. "Wow. Da geht ja die Sonne auf", schwärmte Gisela Willems-Liening, Vorsitzende des Freundeskreises für Kunst und Kultur, beim Anblick der freigelegten Skulptur. "Feuer" heißt die im vergangenen Jahr entstandene Arbeit der Wahl-Korschenbroicherin Jacqueline Glükler. Seit gestern steht das imposante Werk im neuen Foyer des Rathauses an der Sebastianusstraße 1.

Die Skulptur ist eine Dauerleihgabe des Freundeskreises für Kunst und Kultur. Sie erinnert in ihrer Form an eine riesige Blume oder eine Kerze. "Mein Kunstwerk soll einfach gefallen", sagte Jacqueline Glükler gestern nach der Enthüllung ihrer Arbeit. Wie die Betrachter es interpretieren, ist für sie Nebensache. Aus einem runden Sockel aus Industriestahl ragt ein portugiesischer Säulenstein, der eine flache ovale Glasplatte in verschiedenen Rottönen trägt.

"Das ist alles Handarbeit", erzählte Jacqueline Glükler, die stolz darauf ist, dass erstmals eine ihrer Skulpturen dauerhaft in einem öffentlichen Raum installiert wurde. "Ich glaube, davon träumt jeder Künstler. Das ist genial", sagte die 45-Jährige. Sie zählt zu den rund 30 Mitgliedern der Gruppe "Künstler in Korschenbroich" (KiK). Deren Initiator Robert Jordan war gestern ebenfalls im Foyer des Rathauses dabei. "Ich freue mich für Jacqueline", sagte er.

Aus einer Auswahl verschiedener Skulpturen mehrerer Künstler hatten Bürgermeister Heinz Josef Dick und weitere Vertreter der Verwaltung Jacqueline Glüklers Werk ausgesucht. "Mir sagte es spontan zu", erinnerte sich Dick an den Moment, als er "Feuer" zum ersten Mal sah. Ganz bewusst habe sich die Stadt für die Arbeit eines heimischen Künstlers entschieden, um den neuen Eingangsbereich des Rathauses zu schmücken.

Damit hat der Freundeskreis für Kunst und Kultur der Stadt nun bereits sieben Kunstwerke für den öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt, fünf davon mit finanzieller Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Neuss. Rund dreieinhalb Millionen Euro im Jahr spende die Sparkasse für verschiedene Projekte in der Region, sagte Vorstandsmitglied Dietmar Mittelstädt. So könne die Sparkasse den Bürgern "Dinge zurückgeben, die sie mit Hilfe ihrer Kunden erwirtschaftet hat".

(NGZ/rl)