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NGZ-Sportlerin des Monats Januar: Eine heiß begehrte Nachwuchskraft

NGZ-Sportlerin des Monats Januar : Eine heiß begehrte Nachwuchskraft

Nina Mittelham vom Tischtennis-Zweitligisten DJK Holzbüttgen ist die NGZ-Sportlerin des Monats Januar.

Für die Westdeutschen Meisterschaften am Wochenende in Brackwede hat sich Nina Mittelham vom Tischtennis-Zweitligisten DJK Holzbüttgen einiges vorgenommen. Mit ihren gerade einmal 14 Jahren möchte sie im Feld der Damen vorne mitmischen. Da kann eine kleine Motivationsspritze nicht schaden. Und die erhielt sie jetzt in Form des Abstimmungsergebnisses der NGZ-Sportlerwahl: Für Platz fünf bei der Schüler-Europarangliste wurde sie zur Sportlerin des Monats Januar gewählt.

"Geil", meinte sie, als sie per Telefon die gute Nachricht erhielt. Schließlich war es für sie der erste Sieg bei einer derartigen Abstimmung, in ihrer Heimatstadt Willich war sie bei der Sportlerehrung des Jahres bisher einmal auf dem fünften und einmal auf dem dritten Platz gelandet. Dass sie bei der NGZ zur Wahl stand, hatte sie selbst gar nicht mitbekommen, weil sie jüngst viel unterwegs war. Erst ihr Vater machte sie darauf aufmerksam, und DJK-Abteilungsleiter Stefan Vollmert rührte kräftig die Werbetrommel für die 14-Jährige.

Für Nina Mittelham war Rang fünf unter Europas besten Schülerinnen der bislang größte Erfolg in ihrer noch jungen Karriere, die mit neun Jahren bei den Mini-Meisterschaften in Willich begann. Da war sie gleich so erfolgreich, dass sie sich in einem Tischtennisverein anmeldete und sich nach einem Jahr entschied, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Mit dem Kicken hatte sie schon mit fünf Jahren begonnen, Turnen und Ballett probierte sie auch aus. "Ich hätte sowieso bald in eine reine Mädchenmannschaft wechseln müssen. Dazu hatte ich keine Lust, ich komme noch heute besser mit Jungs zurecht", erinnert sich Mittelham. Nachdem sie den Fokus voll auf die kleine Zelluloidkugel gelegt hatte, verbesserte sie sich rasant. Mittlerweile ist sie eine der besten Nachwuchsspielerinnen Deutschlands. Ob dieser Aufstieg aber zwangsläufig ins Profilager führen muss, dass weiß die 14-Jährige noch nicht: "Ich will auf jeden Fall auch einen guten Schulabschluss machen." Rund 20 Trainingsstunden pro Woche plus Meisterschaftsspiele und Turniere muss sie mit der Schule unter einen Hut bringen, deswegen besucht sie das Tischtennis-Internat in Düsseldorf. Dass sie durch den Aufstieg der DJK Holzbüttgen fast vor der Haustür die Möglichkeit hat, in der 2. Bundesliga zu spielen, ist für sie optimal. Deswegen will sie auch nicht wechseln, obwohl ihre Künste auch bei anderen Klubs heiß begehrt sind: "Ich denke, werde in Holzbüttgen bleiben."

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(NGZ)