Handball-Oberliga Ein paar Tage mehr Zeit für Handballer des Neusser HV

NEUSS · Das erste Spiel in der Oberliga steigt es erst am Dienstag. In der Vorbereitung hatte Trainer Julian Fanenbruck alle Hände voll zu tun, um den neu formierten Kader zusammenzuschweißen.

Die Oberliga-Handballer haben noch ein paar Tage mehr Zeit, sich auf das erste Saisonspiel vorzubereiten. Die Partie bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade wurde nämlich auf den nächsten Dienstag verlegt. Mehr Zeit können die Neusser gut gebrauchen, denn nach dem Abstieg aus der Regionalliga musste Trainer Julian Fanenbruck einen großen Umbruch im Kader managen.

In Alexander Murawski, Tim Dicks, Lukas Menze, Lukas Gillian, Aaron Rothkopf und Marco Bauer sind nur sechs Spieler geblieben. Dafür haben neun Akteure den Verein verlassen. Zum Beispiel gingen Dustin Franz und Daniel Küpper-Ventura zum Lokalrivalen TV Korschenbroich. Dementsprechend hoch ist auch die Anzahl der Neuzugänge: Uzeyir Salimov (Dinamo Baku), Yevhen Khmilevskyi (eigene Jugend und zuvor CSKA Kiev), Vladislav Slabospytskyi (eigene Jugend und zuvor HC Motor Zaporozhye), Anton Kostenko (CSKA Kiev). Robert Bosnjak (Treudeutsch Lank), Anthony Pistoles (zuletzt vereinslos davor u. a. beim SC Magdeburg), Ademar Leon (Leichlinger TV), Jon van Thriel (Adler Königshof), Matthis Koke (eigene Jugend) Ryota Suganmuma (SG Unterrath), Vilim Grbesa (TV Angermund), David Jurisic (ASV Hamm) und Maximilia Murawski (SV Westerholt).

Die Vorbereitungsphase verlief eher durchwachsen, zumindest was die Testspiele anbelangte, den zunächst setzte es ausnahmslos Niederlagen. „Das war auch nicht weiter verwunderlich“, betont der Neusser Trainer Julian Fanenbruck. „Immerhin mussten wir fast eine komplette Mannschaft ersetzen und das neugeformte Team muss sich erst einmal finden.“ Bei der großen Anzahl ukrainisch sprechender Spieler war zudem noch eine nicht zu unterschätzende Sprachbarriere vorhanden. „Die ersten drei Wochen haben wir bei den Trainingseinheiten nur Englisch gesprochen. Danach habe ich die Spieler informiert, dass wir mit geringen Ausnahmen nur noch deutsch reden werden und mittlerweile haben sie auch sprachlich sehr gute Fortschritte gemacht.“ Auch spielerisch wächst das Team mehr und mehr zusammen, was dann auch die letzten Testspiele der Vorbereitung gezeigt haben.

Als Favoriten auf die Oberliga-Meisterschaft sieht Fanenbruck Mettmann und Königshof an, glaubt aber auch, dass Wülfrath nicht zu unterschätzen sei. „Die eigene Zielsetzung ist schwer zu definieren. Die Spieler wollen oben mitmischen, aber das vorrangigste Ziel sollte es sein, wieder Ruhe in den Verein zu bekommen und dann zu versuchen, Woche für Woche das Maximale herauszuholen.“

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