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Begeistert vom TV Korschenbroich: Ein Ösi voller Zuversicht

Begeistert vom TV Korschenbroich : Ein Ösi voller Zuversicht

Der österreichische Nationaltorhüter Thomas Bauer will sich beim Zweitligisten-Neuling TV Korschenbroich fit machen für die Handball-Europameisterschaften, die 2010 im eigenen Land ausgetragen werden.

Der Mann strahlt Zuversicht aus: "Das sind alles Superkerle hier", hat Thomas Bauer nach ein paar Wochen in Korschenbroich erkannt. Ob Vorstand, Trainerteam oder Mannschaft: Der österreichische Nationaltorhüter ist von seiner neuen sportlichen Heimat restlos begeistert. "Es wird hier sehr engagiert gearbeitet. Das ist mir auf Anhieb aufgefallen. Verein und Mannschaft sind sehr ehrgeizig."

Thomas Bauer hat viel vor: Am Niederrhein will er sich fit machen für die Europameisterschaften 2010 im eigenen Land. "Die deutsche Zweite Bundesliga ist in der Breite besser als die Erste Liga in Österreich. Die Mannschaften sind ausgeglichener und in der Spitze wird sicher auch schneller gespielt", glaubt der 23 Jahre alte Schlussmann, der von den Aon Fivers aus Wien zum TV Korschenbroich wechselte. Immerhin 20 Länderspiele im A-Team und 74 Junioren-Länderspiele stehen auf dem Konto des 1,87 Meter großen Keepers. Es sollen im nächsten Jahr einige dazu kommen, auch wenn das für den athletischen Torhüter einen erhöhten Reisestress bedeutet.

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In Wien seien nur zu den Spitzenspielen mehr als 1000 Zuschauer gekommen, ansonsten hätten sich nur 200 bis 300 Zuschauer in der Halle verloren, berichtet Bauer. In Deutschland freut sich der Alpen-Handballer nun auf eine regelmässig ausverkaufte Waldsporthalle und auch mal das ein oder andere sehr gut besuchte Auswärtsspiel. Den Umzug an den Niederrhein packte Bauer gemeinsam mit seiner Freundin Laura Magelinskas (19) an. Auch sie ist österreichische Nationalspielerin und schloß sich dem TV Beyeröhde an.

Während Bauer in Korschenbroich trainiert, fährt Magelinskas nach Wuppertal zu den täglichen Einheiten: "Deswegen haben wir uns für Düsseldorf als Wohnort entschieden. Da haben wir es beide gleich weit. Wir haben eine tolle Wohnung im Stadtzentrum gefunden." In Köln wird er bald das Sportstudium aufnehmen, das er in Wien begonnen hat. "Dann werde ich sicher ausgelastet sein." Ein Gerücht will er allerdings zerstreuen: "Ich bin kein klassischer Wintersportler, auch wenn ich aus Österreich stamme. Ich bin halt Handballer." Skifahren kann er trotzdem und die Skihalle in Neuss will er auch besuchen: "Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren."

Die gute Laune lässt sich der Österreicher auch nicht von den aktuellen schlechten Nachrichten vermiesen: Trainer Khalid Khan fällt wegen einer Viurs-Infektion derzeit aus. Co-Trainer Jörn Ilper hat die Verantwortung übernommen, auch wenn dieser tiefstapelt: "Ich bin ja nur der verlängerte Arm, der Khalids Anweisungen umsetzt, die ich am Telefon bekomme."

Ärger droht dem TVK auch auf anderem Parkett: Die Ablösemodalitäten um den vom Regionalligisten TuS Spenge zum TV Korschenbroich gewechselten Linkshänder Christoph Pirske (die NGZ berichtete) sind immer noch nicht geklärt. Die Vorstellungen beider Seiten liegen noch weit auseinander. Die Ostwestfalen schließen nun einen Gang vor ein Arbeitsgericht nicht aus. Und noch eine schlechte Nachricht trudelte im TVK-Lager ein: Marcel Görden hat die Teilnahme an der Junioren-WM in Ägypten verpasst. Der TVK-Kreisläufer steht nicht im DHB-Aufgebot.

(RP)