Jüchen : Ein Öko-Jahr im Schlossgarten

Wer gerne an der frischen Luft ist und sich engagieren möchte, für den ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr eine Möglichkeit, beides zu kombinieren. Tassilo Bouwman (19) und Rudi Rende (18) berichten von ihren Erfahrungen.

Für Tassilo Bouwman (19) und Rudi Rende (18) ist vor wenigen Tagen ihr Freiwillige Ökologisches Jahr (FÖJ) in Schloss Dyck zu Ende gegangen. Beide sind sich einig: Die Mithilfe bei der Schlossgärtnerei hat ihnen nicht nur viel Spaß gemacht, sondern ihnen auch Einblicke in die Arbeitswelt geboten.

"Ich habe jede Menge Erfahrung im Umgang mit Maschinen sammeln können, und viel über Pflanzen gelernt", erzählt Tassilo. Der Kölner hat im vergangenen Jahr sein Abitur bestanden und wird ab kommendem Semester Wirtschaftsinformatik in Brühl studieren. "Wenn ich mich mit anderen Abiturienten vergleiche, denke ich, dass ich durch das Freiwillige Ökologische Jahr mehr Erfahrung sammeln konnte", sagt er. "Hätte ich die Chance, würde ich nochmal eins machen."

Das sieht Rudi Rende ähnlich. Auch er würde nochmal ein FÖJ machen — am liebsten auch wieder in Schloss Dyck. "Wir hatten immer viel Abwechslung. Außerdem waren die Kollegen sehr nett", sagt er. In Schloss Dyck hat er sich beworben, weil er im vergangenen Jahr noch nicht wusste, wie es nach dem Realschulabschluss weitergehen sollte. "Mein Klassenlehrer hat mir dann vom FÖJ hier in Schloss Dyck erzählt. Damit ich keine Lücke im Lebenslauf habe, habe ich mich beworben", erzählt er.

Der 18-Jährige aus Gierath beginnt in Kürze seine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Das FÖJ sieht er als guten Einstieg in die Ausbildung. Tassilo Bouwmann wohnte während des Jahres bei seinen Großeltern in Kleinenbroich. Die hatten ihn auch auf das FÖJ in Schloss Dyck aufmerksam gemacht. "Die Naturverbundenheit liegt bei uns in der Familie. Mein Vater ist Oberforstrat der Stadt Köln", sagt er. Deshalb habe er sich dann auch für das Freiwillige Jahr beworben. Erlebt hat er in diesem Jahr viel, besonders gefreut hat er sich über die netten Kollegen. "Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, das war wie in einer großen Familie", sagt er.

In Schloss Dyck mussten die beiden hauptsächlich Gärtnerarbeiten im Schlossgarten verrichten. Doch neben Heckenschnitt und Rasenpflege wurden sie auch mit anderen Aufgaben betraut. Tassilo hat etwa die Teilnehmer von Kindergeburtstagen durch die Anlage geführt. "Da wurden Traumfänger gebastelt oder Apfelsaft selbst gepresst", sagt er: "Das hat Spaß gemacht."

(msch-)
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