Neuer Trainer beim 1. FC Grevenbroich Süd: Ein fast geglückter Einstand

Neuer Trainer beim 1. FC Grevenbroich Süd : Ein fast geglückter Einstand

Von David Mayer

Von David Mayer

Eigentlich war es eine gelungene Heim-Premiere für Marc Roch. Der neue Trainer von Fußball-Landesligist 1. FC Grevenbroich Süd hatte vor der Partie gegen die Zweitvertretung des SV Straelen kompakte Abwehr-Arbeit von seinen Spielern gefordert und bekam diese dann auch tatsächlich geboten.

Ziemlich genau 80 Minuten lang. Nach einer 2:0-Führung in der zweiten Hälfte musste Roch mit ansehen , wie sein Team diese noch verschenkte und am Ende mit einem 2:2 (Halbzeit 1:0) zum Duschen ging. Dass der Einstand vor heimischem Publikum für Roch dennoch nicht als misslungen bezeichnet werden kann, liegt an der Art, wie die Südler sich über weite Strecken präsentierten.

Nicht bloß hatte der glänzend aufgelegte Torwart Stefan Willkomm eine sattelfeste Abwehr vor sich, sondern auch im Mittelfeld ließ die gute Raumaufteilung des FC den Straelenern wenig Möglichkeit, zu kombinieren. Die Abteilung Angriff überforderte regelmäßig die Abwehr-Reihen der Gäste mit pfeilschnellen Kontern.

Vor dem SV-Tor angekommen verließen die Süd-Stürmer allerdings regelmäßig ihre Nerven. Das galt vor allem für Sinisa Vaskovic, der schon in der 9. Minute für den mit Verdacht auf eine Bänderverletzung ausgeschiedenen Marcel Schauff ins Spiel kam. Vaskovic sorgte für Leben in der Offensive, verpasste es aber immer wieder, seine prächtigen Tor-Gelegenheiten auch zählbar zu nutzen. Bis auf einmal: In der 40. Minute traf der Stürmer zum 1:0 für den FC. Die verdiente Führung erhöhte in Hälfte zwei dann bezeichnender Weise in Jörg Gartz ein Defensiv-Spieler (54.), der darauf nach der Partie dann doch gerne verzichtet hätte.

"Ein Sieg wäre mir natürlich lieber gewesen". Die Südler waren, auch nachdem der SV durch Thomas Pütters den Anschluss geschafft hatte (65.), Herren der Lage . Was dann allerdingsin den letzten zehn Minuten mit dem FC geschah, konnte sich nachher so recht keiner erklären.

Zunächst sah Roman Hornoff wegen eines unnötigen Foul die Gelb-Rote Karte (83.) und anschließend verabschiedete sich die Hinter-Mannschaft geschlossen von der vorher so diszipliniert eingehaltenen Ordnung.. Nutznießer war der Straelener Peter Schwesig, der das Leder völlig alleinstehend zum Entsetzen der Gastgeber ins FC-Tor drosch(90.).

(NGZ)
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