Fechten : Ein Duo mit Außenseiterchancen

Auch für die Säbelfechterinnen geht es in Catania um die WM-Titel in Einzel und Mannschaft. Doch weil der Teamwettbewerb in dieser Waffengattung 2012 nicht olympisch ist, liegt hier der Schwerpunkt eindeutig auf der Einzelentscheidung mit der Qualifikation am Montag und der Runde der besten 64 am Mittwoch.

"Wir sind selbst gespannt, was diesmal in der Wundertüte drin ist", sagt Dormagens Fechtkoordinator Olaf Kawald mit Blick auf die oft schwankenden Leistungen insbesondere von Stefanie Kubissa.

In Paris vor einem Jahr überraschte die 26-Jährige mit Platz sechs, konnte den Erfolg danach aber nicht mehr bestätigen. "Bei der WM war sie bislang aber immer gut", sagt Kawald über die Sportsoldatin. Gelingt Kubissa der Sprung unter die besten 16, könnte sie sich bei den nachfolgenden Weltcupturnieren durchaus für Olympia qualifizieren — wobei auch der nationale Vergleich mit der Koblenzerin Alexandra Bujdoso nicht unwichtig ist, falls Deutschland für London nur einen Quotenplatz erhält.

Auch Anna Limbach (22), der jüngeren Schwester des Vize-Weltmeisters, traut Kawald den Sprung unter die besten 16 zu: "Anna ist immer dann besonders gut, wenn es gegen starke Gegnerinnen geht." Und an denen sollte bei einer WM kein Mangel herrschen.

(NGZ/rl)