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Lokalsport: Ein Aufstieg ohne den geringsten Zweifel

Lokalsport : Ein Aufstieg ohne den geringsten Zweifel

Nach einer fast perfekten Saison kehren die Frauen des SV Hemmerden zurück in die Fußball-Niederrheinliga.

24 Spiele, 19 Siege, vier Unentschieden und eine Niederlage - mit dieser stolzen Bilanz verlassen die Fußballfrauen des SV Hemmerden die Landesliga und steigen in die Niederrheinliga auf.

Im letzten Heimspiel gegen die Pokalsiegerinnen der SVG Weißenberg stellten die Aufsteigerinnen noch einmal ihr Können unter Beweis. Mit einem klaren 7:0 entschieden die Gastgeberinnen auch dieses Match für sich. Die Mannschaft hatte die Saison gemeinsam mit Coach Peter Compes bestritten, der ab der nächsten Saison wieder seinen Posten als sportlicher Leiter übernehmen wird. Dass er auf den Trainerstuhl zurückkehrt, war ohnehin nicht geplant gewesen. Der ursprüngliche Coach, Richard Dolan, trat nach dem zweiten Saisonspiel plötzlich zurück. In diesem Match hatten die Mädels aus Hemmerden mit 0:3 gegen die TSV Fortuna Wuppertal verloren. "Wir waren ratlos und geschockt und konnten seine Entscheidung zu Beginn einfach nicht verstehen", erklärt Compes. "Wir mussten es jedoch akzeptieren und uns mit der Situation arrangieren", fügt er hinzu. Dolan konnte sich die Zusammenarbeit mit dem Team nicht mehr vorstellen, so dass sich Compes dazu entschied, die Mannschaft übergangsmäßig zu trainieren.

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Ab der nächsten Saison wird Martin Walz, Ex-Trainer des Linner SV, das Amt übernehmen. Nach dem plötzlichen Trainerwechsel und der ersten und einzigen Niederlage rückte die Mannschaft enger zusammen und feierte einen Sieg nach dem anderen. Vor allem im Hinspiel gegen die TuSA Düsseldorf, das mit einem 1:1 endetet, zeigte die Mannschaft ihren Kampfgeist. "Das Team hat in diesem Match wirklich alles gegeben und uns alle so noch enger zusammengeschweißt", sagt Compes. Von da an ging er für den Landeliga-Meister bergauf.

Doch zum Fußball gehören natürlich auch Niederlagen und Rückschläge - so verletzte sich Stammtorhüterin Melanie Neukirchen im Pokalspiel gegen Rosellen. "Nach diesem Match musste die Mannschaft erstmal durchatmen. Insgesamt haben die Mädels das gut gemeistert, auch wenn es am Anfang nicht einfach war, diesen Ausfall zu kompensieren", berichtet Compes. Melanie Neukirchen wird ab der nächsten Saison nicht mehr für Hemmerden spielen. "Nun muss die wichtigste Position neu besetzt werden" sagt der Vorsitzende. Auch Jacqueline Demuth, Jessica Froitzheim und Carlotta Meyer werden aus beruflichen Gründen vorerst nicht mehr für Hemmerden auf dem Platz stehen.

Das Rückspiel gegen die Tusa Düsseldorf war der Knackpunkt in der gesamten Saison, das sagt auch Peter Compes: " Wir haben bewiesen, dass wir auch mit einer geschwächten Mannschaft gegen eine andere starke Mannschaft gewinnen können." Bereits in diesem Match musste Hemmerden auf die verletzte und spielerisch sehr gute Julia Schenck verzichten. Die Torjägerin konnte ihre Mannschaft bis zum letzten Saisonspiel nur von der Bank aus anfeuern. Im letzten Match stand sie gerade mal fünf Minuten auf dem Platz und erzielte ihren ersten Treffer.

Compes wird das Team ab der nächsten Saison zwar nicht mehr als Trainer begleiten, aber er ist sich sicher, dass die Aufsteigerinnen auch in der Niederrheinliga ihren Kampfgeist weiterhin "nutzen und präsentieren" werden.

(NGZ)