Fußball : Ein Aufsteiger mit Ambitionen

Die DJK Gnadental möchte in der Bezirksliga von Anfang an eine gute Rolle spielen

Souveräner hat in den letzten Jahren selten eine Mannschaft die Kreisliga A dominiert: Die DJK Gnadental spazierte mit am Ende 75 Punkten und 18 Zählern Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz in die Bezirksliga. "Es wäre blauäugig zu denken, dass es dort genau so leicht wird. Das wird ein hartes Jahr", weiß Trainer Hermann-Josef Otten.

Das Vertrauen in die eigene Stärke überwiegt jedoch dem Respekt: "Wir sind froh, dass wir da sind. Jetzt wollen wir mitspielen, und das nicht nur um die unteren Plätze", gibt sich der im Fußballkreis besser unter dem Namen "Dicky" bekannte Coach selbstbewusst. Alles andere würde mit Blick auf den Kader, der gezielt und nach einem klaren Muster verstärkt wurde, aber auch unglaubwürdig wirken.

So kommen in Daniel Gohr und Niklas Fischel zwei Talente aus der Landesliga. Die übrigen Verstärkungen wie etwa David Bassek, Oliver Esser, Robin Teubner oder Torwart Nico Bayer waren alle unangefochtene Stammspieler bei Bezirksliga-Konkurrenten. Noch etwas haben alle insgesamt sieben Neuzugänge gemeinsam: Bis auf Bassek (25) entstammen alle den Jahrgängen 1990 und -91, was die DJK zur wohl jüngsten Truppe der Liga macht. "Wir haben bei den Neuen darauf geachtet, dass sie bereits erste Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und zudem über eine exzellente Ausbildung verfügen. Alle haben in ihrer Jugend Stationen wie Kapellen oder Norf durchlaufen", erklärt Otten.

Dazu gesellt sich freilich noch der Kader des vergangenen Jahres, dessen Gerüst unverändert bleibt. Zu dem gehören zum Beispiel die jungen Trainersöhne Frederic und Sebastian oder die Stürmer Kamill Niewolik und Alexander Cule. Zusammen kam das Quartett im vergangenen Jahr auf sehenswerte 58 Treffer. Wie die Defensive, die mit nur 25 Gegentreffern ebenfalls Ligaspitze war, indes genau aussehen wird, weiß Otten noch nicht: "Beim Vorbereitungsstart haben sich alle Jungs in einer hervorragenden Verfassung und Laune präsentiert. Da gibt es noch keine Tendenzen." Vielleicht scheint für die DJK am Ende sogar ein Platz in der Spitzengruppe möglich. Hören möchte man davon am Nixhütter Weg aber noch nichts: "Für uns zählt nur der Spaß und die Freude am Fußball. Wenn die Akklimatisierung gelingt und im Vorstand alle die Lust behalten, wird es vielleicht irgendwann noch weiter nach vorne gehen", wählt der Trainer vorsichtige Worte. An Stagnation denkt in Gnadental nach einem erfolgreichen Jahr jedenfalls niemand.

(NGZ)