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Korschenbroich: Ehrenamtskarte jetzt auch in Korschenbroich

Korschenbroich : Ehrenamtskarte jetzt auch in Korschenbroich

Sie gilt als Dankeschön und ist eine Anerkennung für alle ehrenamtlich tätigen Mitbürger. Ab sofort gibt die Stadt die Ehrenamtskarte aus.

Alle Bürger der Stadt Korschenbroich, die sich ehrenamtlich im Verein für die Gemeinschaft einsetzen, können bei der Stadt ab sofort die neue Ehrenamtskarte beantragen. Den Weg frei für die handliche Bonus-Karte machte gestern Nachmittag Bürgermeister Heinz Josef Dick. Der Verwaltungschef unterzeichnete im Rathaus den ihm von Regierungsrätin Catrin Boß und ihrer Mitarbeiterin Karina Conconi vorgelegten Kooperationsvertrag mit dem NRW-Familienministerium. Damit hat sich auch Korschenbroich als letzte Kreiskommune für die Einführung der Karte entschieden. Grünes Licht für das Vorhaben gab's bereits im März vom Stadtrat.

Start für die Ehrenamtskarte (v.l.): Catrin Boß, Heinz Josef Dick, Petra Köhnen, Karina Conconi und Jürgen Peters besiegelten die Kooperation mit dem Land. Foto: LB

Für Korschenbroich ist die stellvertretende Sozialamtsleiterin Petra Köhnen Ansprechpartnerin. Sie koordiniert bereits die städtische Ehrenamtsbörse und brachte mit Jürgen Peters (68) auch gleich den ersten Bewerber für die neue Ehrenamtskarte zum Unterschriftstermin mit. Jürgen Peters setzt sich unter anderem als Geschäftsführer beim Verein "Sport ältere Generation" ein. Aber auch seine Frau Angelika ist seit mehr als zehn Jahren die gute Seele in der Korschenbroicher Altenstube. "Ohne Angelika Peters würde die Altenstube so nicht funktionieren", zollte ihr Petra Köhnen Lob und Anerkennung.

Und auch Bürgermeister Dick ist voller Freude, den vielen engagierten Ehrenamtlern im Stadtgebiet mit der Bonus-Karte endlich einmal ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen. "Wir könnten als Stadt ohne den Einsatz der Ehrenamtler vieles in dem Maße gar nicht leistern." Dick erinnerte dabei nicht nur an den Bürgerbusverein, an "Sport ältere Generation", die vielen Helfer in den Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen, Dick sprach die gesamte Sportszene ebenso an wie den Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes oder den der Freiwilligen Feuerwehr.

Und wer erhält nun die Ehrenamtskarte? Menschen, die sich seit mindestens zwei Jahren und für mindestens fünf Stunden in der Woche beziehungsweise 250 Stunden im Jahre ehrenamtlich engagieren. Die Karte wird nicht automatisch ausgegeben. Sie muss beantragt werden. Das Formular gibt's unter anderem im Rathaus.

Für den Antrag sind nicht nur die Angaben des Berechtigten erforderlich, sondern auch zwei Unterschriften, die sein Engagement offiziell bestätigen. "In der Regel wird der Einsatz vom Vereinsvorstand dokumentiert", so Petra Köhnen.

Sie hat bereits eine Liste mit zwölf Sponsoren erstellt. Darauf ist Weegers Käselädchen ebenso vertreten wie Augenoptik Huppertz oder die Volkshochschule. Sie hofft noch auf viele Nachahmer. Mit gutem Beispiel geht auch die Stadt voran. Und so gibt's Vergünstigungen mit der Ehrenamtskarte beim Eintritt zu der Kabarettreihe und zum Jazzcafé.

(RP)