Skaterhockey : Eagles schlagen die Chiefs

Im Lokalduell der Skaterhockey-Bundesliga setzten sich die Crash Eagles Kaarst gestern Nachmittag vor 300 Zuschauern mit 7:5 bei den Uedesheim Chiefs durch und verschafften sich so eine gute Ausgangsposition im Kampf um die weitere Ligazugehörigkeit.

Zur besten Kaffeezeit hatten die Uedesheim Chiefs am gestrigen Sonntagnachmittag ihren Erzrivalen, die Crash Eagles Kaarst, zum Lokalderby der Skaterhockey-Bundesliga geladen und rund 300 Zuschauer erlebten ein spannendes Match. Wie schon in den Spielen der vergangenen Saison nahm auch diese Begegnung einen knappen Ausgang, wobei die Gäste schließlich mit 7:5 (3:3, 2:1, 2:1) das glücklichere Ende auf ihrer Seite hatten.

Es war ein typisches Derby, spannend, von Taktik und Nervosität geprägt. Beide Mannschaften begannen offensiv und versuchten, im ersten Abschnitt schon eine Vorentscheidung herzustellen. Doch das gelang keinem der Kontrahenten. Zwei Mal führten die Eagles (1:0 durch Tim Hauck und 3:2 durch Sascha Drehmann) und ein Mal die Gastgeber (2:1 durch Andri Salomonen). Mike Höfgen, Michael Greis und Robert Linke schafften jeweils den Ausgleich, wobei das 3:3 erst eine Sekunde vor der Pausensirene fiel.

Im zweiten Drittel gewann Uedesheim mit guten und schnellen Kombinationen die Oberhand, doch die Gastgeber scheiterten an ihrem Unvermögen beim Torschuss. Die Eagles schwankten in dieser Phase mächtig, doch sie stürzten nicht, weil sie geschickt und gestützt auf ihren reaktionsschnellen Torwart Philipp Inger verteidigten. Robert Linke erzielte das 4:3 für Uedesheim, aber die aufs Kontern bedachten Kaarster schafften aufgrund einer Unaufmerksamkeit der Uedesheimer Abwehr durch Marco Hellwig den Ausgleich. Und wieder fiel Sekunden vor der Pausensirene ein Treffer: das 4:5 durch Sascha Drehmann.

Dies war vielleicht schon die entscheidende Situation für den restlichen Spielverlauf, denn nun wuchs die Unsicherheit in den Uedesheimer Reihen. Tim Hauck nutzte eine Überzahlchance zum 4:6, als Mike Höfgen auf der Strafbank saß. Die Gastgeber verkürzten zwar noch einmal durch Max Rehon auf 5:6, doch zu mehr reichte es nicht, zumal Sascha Drehmann mit seinem dritten Treffer des Tages 17 Sekunden vor der Schluss-Sirene den Sieg einfuhr.

Mit diesem Sieg festigte Kaarst seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte, was im Kampf um einen Platz in der demnächst nur noch eingleisigen Bundesliga von besonderem Wert ist. Uedesheim dagegen rangiert in der unteren Tabellenhälfte und hat schon jetzt mächtig Druck.

So sahen es auch die beiden Verantwortlichen. Eagles-Chef Wolfgang Dietrich: "Gegen Uedesheim zu gewinnen ist immer schön, doch wichtiger ist mir, dass wir die schwierigen Phasen im Mitteldrittel gut überstanden haben." Dagegen meinte Uedesheims Trainer Gerry Elesen: "Als wir zum Beginn des zweiten Drittels in Führung gingen, dachte ich, jetzt packen wir es. Doch wir haben zu viele beste Chancen ausgelassen. Da dürfen wir uns nicht beklagen – zumal ich immer noch der Meinung bin, dass wir personell besser besetzt sind."

(NGZ)