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DTB-Turnierserie mit Jan-Lennard Struff startet am Dienstag in Neuss

Tennis : 100 Fans dürfen Struff und Co. zusehen

Am Dienstag startet die Vorrunde der „DTB German Pro Series“ auf der Anlage des Tennisclubs Blau-Weiss Neuss. Die Spiele von Daviscup-Held Jan-Lennard Struff gibt es im Live-Stream – und für einige auch an der Jahnstraße zu sehen.

In Corona-Zeiten muss man mit Ankündigungen vorsichtig umgehen, sie können in ein paar Stunden bereits überholt sein. Deshalb der Hinweis: Stand Freitag (17 Uhr) geht der Tennis-Club Blau-Weiss Neuss davon aus, dass er ab Dienstag Zuschauer auf seiner Anlage an der Jahnstraße begrüßen darf.

Dann startet dort ab 10 Uhr die Vorrunde der „DTB German Pro Series“, einer Turnierserie, die der Deutsche Tennisbund (DTB) aufgrund des „Lockdowns“ aller ATP-Turniere kurzfristig ins Leben gerufen hat, um seinen Profis Spielpraxis und ein bisschen Geld zu verschaffen: Die Sieger der Finalrunden bei Männern und Frauen erhalten ein Preisgeld von jeweils 8000 Euro, vorher sind pro Woche maximal 4000 Euro zu verdienen.

32 Spieler – der an Nummer zwei gesetzte Dominik Koepfer musste seine Teilnahme kurzfristig absagen – und 24 Spielerinnen nahmen das Angebot dankend an. In Neuss muss sich der Top-Gesetzte Jan-Lennard Struff, auf Platz 34 der Weltrangliste der zur Zeit zweitbeste deutsche Tennisprofi, mit Mats Moraing (ATP 263), Peter Heller (ATP 408) und Youngster Benito Sanchez Martinez (ITF Juniors 114) auseinandersetzen. In der Parallelgruppe treffen an der Jahnstraße Oscar Otte, Julian Lenz, Max Wiskandt und Kai Wehnelt aufeinander.

In beiden Gruppen wird von Dienstag bis Donnerstag (Fronleichnam) nach dem Modus Jeder gegen Jeden gespielt, am Freitag erfolgen dann die Überkreuz-Endspiele beider Gruppen. Die beiden Gruppenersten erreichen die Zwischenrunde, von denen eine vom 24. bis 27. Juni wiederum in Neuss ausgetragen wird. Das Halbfinale beginnt am 9. Juli in Büderich, das Finale steht vom 21. bis 24. Juli beim TC Großhesselohe in München auf dem Programm.

Jan-Lennard Struff geht nicht gänzlich unvorbereitet in das Turnier. „Ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder am Bundesstützpunkt in Kamen trainiert und ein bisschen Tennis spielen können,“ sagt der gebürtige Warsteiner, der in der Bundesliga lange Jahre beim (inzwischen zurückgezogenen) TC Blau-Weiss Halle spielte und aktuell beim TK Kurhaus Lambertz Aachen unter Vertrag steht. „Das Training unterscheidet sich jedoch stark von einem richtigen Match und deshalb freue ich mich um so mehr, dass die Tannenhof Resort German Men’s Series endlich losgeht. Die Turnierserie bietet vielen deutschen Spielern die Möglichkeit, wieder Matches zu spielen. Ich freue mich, dass es wettkampftechnisch wieder los geht.“ Ähnlich sieht das Daviscup-Teamchef Michael Kohlmann: „Nach einer längeren Pause brauchen die Spieler immer eine Weile, um wieder ihren Rhythmus zu finden und ihre wahre Leistung abzurufen.“ In Neuss soll der erste Schritt dazu erfolgen.