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DTB Men's Series beim Tennisclub Blau-Weiss Neuss

Tennis : Hanfmann wird der Favoritenrolle gerecht

Beim Tennisturnier auf der Anlage des TC Blau-Weiss Neuss gibt es bisher keine Überraschungen.

Vor knapp 13 Monaten hatte Yannick Hanfmann das bisher einschneidendste Erlebnis in seiner fünfjährigen Laufbahn als Tennisprofi: Da traf er in der ersten Runde der French Open auf Rafael Nadal. „Auf dem Court Philippe Chatrier gegen Nadal zu spielen, war ein unglaubliches Erlebnis. Dort auf dem Platz zu stehen und die Bälle zu spüren, die er spielt, ist einzigartig,“ sagte der gebürtige Karlsruher nach seiner 2:6, 1:6, 3:6-Niederlage gegen den spanischen Sandplatzkönig, der sich in der Folge seinen zwölften Titel in Roland Garros sicherte.

Am Donnerstag, dem zweiten Turniertag der German Men’s Series des Deutschen Tennisbundes auf der Anlage des TC Blau-Weiss Neuss, war naturgemäß alles ein paar Nummern kleiner. Dafür spielte sich Yannick Hanfmann mit seinem überaus glatten Zwei-Satz-Sieg über Daniel Altmaier (6:4, 6:2) in die Rolle des Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in der Zwischenrunden-Gruppe 3. In der ist der 28-Jährige jetzt als einziger ohne Niederlage, nachdem er sich zum Auftakt etwas mühevoll mit 6:4, 7:6 gegen den Außenseiter Christoph Negritu durchgesetzt hatte.

Hanfmann dürfte damit auch einer der Favoriten auf dem Gesamtsieg der Serie sein, die nach dem Halbfinale vom 9. bis 12. Juli in Büderich mit dem Finale in München  beim TC Großhesselohe (22. bis 24. Juli) zu Ende geht. Schließlich ist nach dem Ausstieg von Jan-Lennard Struff in Cedric-Michael Stebe (ATP 133) nur noch ein Spieler im Rennen, der auf der Weltrangliste besser platziert ist als der Karlsruher (ATP 143), der sich vorgenommen hat, wieder dorthin zu kommen, wo er vor zwei Jahren schon einmal war – unter den besten 100 Tennisprofis der Welt. Wie Hanfmann hat auch Stebe in seiner Vorrundengruppe in Oberhaching seine ersten beiden Spiele gewonnen.

Daniel Altmaier hingegen muss um den Einzug ins Halbfinale, das die beiden Ersten der vier Zwischenrunden-Gruppen erreichen, zittern. Am Mittwochabend war der 21 Jahre alte Kempener, der vor Jahren als eines der größten Talente im deutschen Tennis galt, schon als 15-Jähriger für den Gladbacher HTC in der Bundesliga spielte, dann aber durch Verletzungen zurückgeworfen wurde und aktuell auf Platz 219 der Weltrangliste steht, mit Mühe ins Turnier gestartet. Gegen Mats Rosenkranz benötigte er zwei Stunden zum 2:6, 6:4, 6:4-Sieg. Rosenkranz selbst hielt sich die Chance auf Tabellenplatz zwei durch seinen Sieg über Christoph Negritu () offen. Am heutigen Freitag trifft er (geplant ab 14 Uhr) im Spitzenspiel auf Yannick Hanfmann, anschließend stehen sich Altmaier und Negritu gegenüber.