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Dressur- und Springturnier: Gelungenes Comeback auf Haus Kierst

Reitsport : Gelungenes Comeback auf Haus Kierst

Dreitägiges Dressur- und Springturnier der Familie Westerholt mit dem Förderkreis Dressur Neuss setzt Maßstäbe. Weiter geht’s am 18./19. September auf Gut Altwahlscheid.

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. „Eigentlich war ich am Freitag für die Richterbetreuung eingeplant“, verriet Evelyn Westerholt schmunzelnd, „aber dann habe ich in jeder Reitpause selbst auf dem Traktor gesessen und den Reitplatz wieder glattgezogen.“ Und genau dieser ansteckende Enthusiasmus war mit ziemlicher Sicherheit das Erfolgsgeheimnis des Dressur- und Springturniers auf Haus Kierst in Meerbusch, das nach schrecklich langer Coronapause mit familiärem Ambiente, guter Organisation und erstklassigen Bedingungen zu gefallen wusste.

Dabei war die Herausforderung nicht von Pappe. Schließlich hatte sich die Familie Westerholt, die die Anlage im Schatten der Kierster Kirche am 1. Januar 2016 von Heike und Franz-Josef „Kuki“ Münker übernommen hatte, gleich drei Tage Turnierprogramm vorgenommen. So etwas will nicht nur in in Zeiten einer Pandemie gut durchdacht sein. Darum war es von unschätzbarem Vorteil, dass beim Comeback in Edda Hupertz die Vorsitzende des Förderkreises Dressur Neuss ihre fachkundige Expertise einbrachte. „Durch unsere langjährige Erfahrung in Sachen Turnierplanung sowie den vielen freiwilligen Helfern, die teils dem Förderkreis angehören und teils auf Haus Kierst, wo wir mit Lehrgängen, Turnieren und Events den Dressur-Sport und Reiter aller Leistungsklassen fördern, ansässig sind, konnten die insgesamt vierzehn Prüfungen in Dressur und Springen gut organisiert durchgeführt werden.“

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Den Maßstab setzten gleich am ersten Tag die höheren Dressurprüfungen. Der Krefelder Heiner Schiergen, selbst für den Förderkreis Dressur Neuss am Start, konnte in der Dressurprüfung Klasse M** im Preis der Sparkasse Neuss den zweiten und dritten Rang belegen, musste sich dabei nur dem 30-jährigen Marco Fernandez-Sanchez (RFV Schmalbroich-Kempen) geschlagen geben. Im Preis der Sattlerei Dresch, Klasse S*, siegte Julia Barbian (Neuss-Grefrather RC) auf der elfjährigen Stute Fol Epie. „Vielleicht schreiben wir beim nächsten Mal noch höhere Dressurprüfungen aus“, sagte Evelyne Westerholt, der die verdienten Komplimente zum Dressurviereck große Freude bereiteten.

In der Qualifikationsprüfung zum PEMAG-Ü40-Cup Dressur auf L* Niveau holte sich Kerstin Lepperhof (RV St. Hubertus Wesel-Obrighoven) auf Symphonie den Sieg. Die in Neuss lebende Sabine Klinkenbusch, Senior Marketing/Sales Managerin bei der Pferdesport Service und Marketing AG (PEMAG) und selbst passionierte Turnierreiterin, nahm den Parcours aktiv in Augenschein und beendete die Qualifikation zum Ü40-Cup Springen auf A*-Niveau mit dem zehnjährigen Limerick als Dritte.

Auch die Springprüfungen am Tag darauf waren gut besucht. Zu den Highlight gehörte der Preis der Firma Horsetrucks Terhorst GmbH/STX Germany, eine Springprüfung Klasse M* mit Siegerrunde. Dennis Tolles, der mit Ehefrau Sarah-Lena seit vier Jahren die Reit- und Hofanlage auf Gut Altwahlscheid in Uedesheim betreibt und eng mit dem Förderkreis Neuss zusammenarbeitet, durfte sich mit Dana Colé über den Sieg freuen.

Für den Abschluss des Turniers sorgten am dritten Tag die Dressurprüfungen. Im „Finale“, einer Dressurreiterprüfung Klasse L*, triumphierte Magdalena Möller (RFV Recklinghausen) auf Didona vor den Förderkreis-Mitgliederinnen Leonie Hamm mit der sechsjährigen Stute Fleur du soleil und Alessa Pongratz mit Darky Blue auf Rang vier.

Das Ausrichter-Duo war nach den drei fordernden Turniertagen fix und alle, aber glücklich. Edda Hupertz blickte sogar schon auf das für den 18./19. September geplante Turnier auf Gut Altwahlscheid in Uedesheim voraus.