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Dressur- und Springsport in Langst mit einem ganz besonderen Touch.

Reitsport : Turnier auf Haus Kierst ist ein Hit

Drei Tage Dressur- und Springsport in Langst mit einem ganz besonderen Touch. Heiner Schiergen wird seiner Favoritenstellung gerecht.

(sit) Wer in diesen aufregenden und aufgeregten Zeiten einen „viralen Hit“ auf Social Media landen will, muss sein Publikum vom ersten Ton an fesseln. Eine erfolgreiche Strategie, die auch das Dressur- und Springturnier der Familie Westerholt und des Förderkreises Dressur Neuss auf Haus Kierst in Meerbusch für ihr zweites Gemeinschaftswerk nach der gelungene Premiere im Vorjahr wählte.

Das Highlight gab es gleich am ersten Tag: die Dressurprüfung der Klasse S*. Die ging schließlich an Heiner Schiergen vom gastgebenden Reitverein mit Limited Edition AS. Das brachte dem Berufsreiterchampion Dressur als Prämie ein zweijähriges Leasing für einen Maßsattel der Sattlerei Dresch ein. Darüber hinaus hatte der Förderkreis weitere attraktive Wettbewerbe im Angebot: Etwa die gut besuchte Dressurprüfung der Klasse A* und ganz besonders den Para-Dressurwettbewerb für Reiterinnen und Reiter mit Handicap. Dass „von den 13 gemeldeten Startern leider nur acht gekommen sind“, tat der guten Laune von Edda Hupertz keinen Abbruch. Die Förderkreis-Vorsitzende begeisterte, „wie die Reiterinnen und Reiter mit ihrem Pferd eine Einheit bilden.“ Den Sieg holt sich schließlich Regine Mispelkamp aus Geldern mit dem siebenjährigen Fürstengold. Keine wirkliche Überraschung, hatte die 51-Jährige doch bei den Paralympics 2021 ihr Debüt für Deutschland gegeben. Mit ihrem Dunkelfuchs Highlander Delight’s holte sie die Bronzemedaille in der Kür und damit die einzige Medaille für das deutsche Para-Dressur-Team in Tokio. In der Einzelwertung hatte sie zuvor Platz vier belegt.

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Obwohl der Förderkreis seinen Fokus auf die Dressurausbildung legt, stellte er in Anna-Marie Maaßen sogar eine Platzierte in der Springprüfung der Klasse A**. Mit null Fehlerpunkten und einer Zeit von 55,51 Sekunden schloss sie ihren Einsatz auf Haus Kierst mit Platz neun ab. Das abschließende Springen der Klasse M* konnte Angelika Albrecht für die Reiterfreunde Gut Mankartzhof für sich entscheiden. Auf Ivy Blue absolvierte sie den Parcours in 53,62 Sekunden ohne Fehl und Tadel. Die Dressurprüfung der Klasse L* auf Trense beendete Maximilian Krause vom RZV Rheindahlen mit einer Wertnote von 7,6 auf Rang eins. Malin-Elisa Zumbrägel (RFV Hubertus Anrath-Neersen) und Silberlöwe waren in der Dressurprüfung der Klasse M* nicht zu schlagen, Sylvia Klein-Gilgen und Charlotte Löchner (beide Förderkreis Dressur Neuss) folgten mit ihren Pferden Solero und Diamond auf den Plätzen zwei und drei. Ihre Vereinskollegin Hannah Kroker wurde mit Tantoni Frascati Sechste.

Auch in der Dressurprüfung Klasse M** war das aktive Personal des eifrigen Gastgebers prominent in der Spitzengruppe vertreten: Claudia Haller, Claudia Schieffer und Charlotte Löchner belegten in schöner Eintracht die Ränge fünf bis sieben. Nicht zu gefährden war indes Christian Reisch vom Neuss-Grefrather RC 1983. Auf TS Cameron Diaz sicherte er sich den Topplatz im Preis der Sparkasse Neuss und der Firma Katina in Kaarst. Und mit seinem zweiten Pferd Carmignana schaffte er es noch auf Platz sieben.

Nach drei langen und spannenden Turniertagen mit insgesamt 14 Prüfungen zog das Ausrichter-Duo Edda Hupertz und Evelyn Westerholt zufrieden Bilanz. „Der Samstag war schon anstrengend, weil Dressur und Springen parallel ausgetragen wurden“, stellte Hupertz fest und betonte ausdrücklich: „Ohne die vielen freiwilligen Helfer von Haus Kierst und vom Verein wäre das nicht möglich gewesen.“ Daran ändert auch Social Media nichts.