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Dressur-Team aus dem Rhein-Kreis neuss stark beim CHIO​

Reiten : Heimisches Dressur-Team begeistert beim CHIO

Die Reiterinnen des Kreispferdesportverbandes Neuss holten in Aachen beim Preis des Handwerks Platz drei. Zudem gab’s den Sonderpreis für das schönste Kostüm.

Was für ein Rahmen für die Dressurmannschaft des Kreispferdesportverbandes Neuss (KPSV) beim CHIO in Aachen. Direkt nach der großen Abschiedsgala für das Erfolgspferd Bella Rose von und mit Ausnahmereiterin Isabel Werth trat die von Anja Mede vorgestellte Mannschaft aus dem Rhein-Kreis beim Preis des Handwerks im gut gefüllten Deutsche Bank Stadion in Aachen an und erkämpfte sich in der Endabrechnung auch noch den dritten Platz.

Es wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen für die Reiterinnen Lea Haß auf Blind Date O, Anke Roeb im Sattel von First Silvano, Sabrina Stocks mit Pica d’or und Kea-Alexa Wiemer mit HA Locarno. Denn die Richter kommentierten die Choreographie des KPSV Neuss als die schwierigste. Dass sie am Ende aber „nur“ eine Wertung von 92,5 Punkten dafür verteilten, dürfte an ein paar kleinen Fehlern gelegen haben. „Das Publikum war hin und weg und spendete während der gesamten Vorstellung Dauer-Applaus“, meinte Anja Mede, auch Vizepräsidentin Organisation im KPSV Neuss. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Präsentation des Rhein-Kreis-Teams gut ankam, war der Sonderpreis für das schönste Kostüm. Die Neusserinnen hatten sich nämlich das Motto Queen ausgesucht und sich allesamt als Freddy Mercury verkleidet. Als Lohn gab es Freikarten für die Eröffnungsfeier des CHIO im kommenden Jahr, wobei der KPSV Neuss auch sportlich wieder dabei ist. Das Ticket hatte sich die Mannschaft kürzlich bei den Rheinischen Meisterschaften gesichert. „Und auch für nächstes Jahr werden wir uns wieder ein mitreißendes Motto einfallen lassen“, betonte Anja Mede.

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Die Entscheidung über den Sieg beim Preis des Handwerks fiel übrigens auf ungewöhnliche Weise. Die Wertungsrichter hatten sowohl die Präsentation der Mannschaft aus dem Kreisverband Mettmann als auch die aus dem Kreisverband Aachen mit 97,50 Prozent beurteilt. Weil sie sich anschließend angesichts zweier so hochkarätiger Leistungen nicht entscheiden konnten, wem sie den Sieg geben sollten, wurde das Publikum mit Einverständnis der Aktiven gebeten, per Applaus den Gewinner zu bestimmen. Weil der Beifall für Aachen zwar laut war, der für das Konkurrenz-Team aber geradezu ohrenbetäubend, stand die Entscheidung für die Mannschaft aus Mettmann als Sieger fest.