Handball-WM Drei Ex-Dormagener gleichzeitig für Deutschland auf dem Feld

Dormagen · Lukas Stutzke vom Bergischen HC wurde für die Handball-WM nachnominiert. Im ersten Spiel gegen Ägypten verteidigte er dann zusammen mit zwei Spielern, die auch eine Dormagener Geschichte vorweisen können.

 Der Ex-Dormagener Lukas Stutzke (l.) rechtfertigte seine Nachnominierung für die deutsche Nationalmannschaft mit starken Leistungen.

Der Ex-Dormagener Lukas Stutzke (l.) rechtfertigte seine Nachnominierung für die deutsche Nationalmannschaft mit starken Leistungen.

Foto: dpa/Jan Woitas

Am auffälligsten vertraten Patrick und Ian Hüter den TSV Bayer Dormagen bei der Handball-Weltmeisterschaft in Polen und Schweden. Schließlich standen die beiden Führungsspieler aus dem aktuellen Zweitliga-Kader der Dormagener für die USA auf der Platte und feierten historische Erfolge. Sie gehörten dem US-Nationalteam an, das zum ersten Mal überhaupt ein WM-Spiel gewann und folglich auch zum ersten Mal die Hauptrunde erreichte. Doch es waren auch etliche Spieler bei dem Weltturnier am Start, die einst das Trikot des TSV trugen. Beim Sieg gegen Ägypten standen am Freitagabend in der zweiten Hälfte gleich drei von ihnen gleichzeitig auf dem Feld. Julian Köster (VfL Gummersbach), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig) und der erst kurz zuvor nachnominierte Lukas Stutzke (Bergischer HC) verteidigten nebeneinander auf den Innenpositionen. Dass der offenbar etwas übermotivierte Stutzke (ein Tor) wenig später mit der Roten Karte vom Feld geschickt wurde, konnte ihn nicht nachhaltig schocken, denn nur zwei Tage später lief er gegen Norwegen im Spiel um Platz fünf zu Hochform auf. Drei Tore trug er zum deutschen 28:24-Sieg bei. „Es war unfassbar wichtig, dass wir am Ende gewinnen – für uns, für das ganze Team und für das gesamte Turnier“, wird Stutzke im Internetportal Handball-World zitiert: „Ich bin zwar nur die letzten beiden Spiele dabei gewesen, wir haben beide gewonnen. Das fühlt sich gut an. Ich bin sehr froh, dass ich noch nachkommen durfte, ich hatte nicht mehr damit gerechnet. Es ist immer eine Ehre, bei der Nationalmannschaft zu sein.“

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