Jüchen : Drei Dörfer im Wettbewerb

Die Bewertungskommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Kreisebene besuchte gestern Wallrath, Bedburdyck und Stessen. Die Dorfgemeinschaft und die Schützen stellten zahlreiche Initiativen vor.

Gut zu Fuß ist die neunköpfige Bewertungskommission des Rhein-Kreises Neuss. In dieser Woche besichtigt sie 22 Dörfer, die am Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen. Gestern waren die Prüfer in der drei Jüchener Dörfern.

Sowohl Bedburdyck und Stessen als auch Wallrath waren bereits einige Male unter den Siegern. Aber: "Es zählt die Gemeinschaft", sagt Josef Winzen, Geschäftsführer des Bürgerschützenvereins Bedburdyck-Stessen. Den Wettbewerb zu gewinnen, sei ein schöner Nebeneffekt, doch hauptsächlich gehe es darum, den Ort für die Menschen attraktiv zu gestalten.

Die Tagestour startet in Wallrath in der ehemaligen Gaststätte Mockel. Dort erläutern Helmut Wittig, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, sowie Kassierer Bernd Mockel in einer ausführlichen Präsentation Strukturen, Aktivitäten und landschaftliche Gegebenheiten ihres Dorfes.

Beim Rundgang hat das Gremium um Johannes Nordmann, Leiter des Amtes für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, die Möglichkeit, in zwei Innenhöfe zu blicken. "Alte Bauernhöfe wurden hier mit viel Liebe und Eigeninitiative zu Wohnungen umgebaut", erklärt Helmut Wittig. Viele Vögel und Tiere seien in Wallrath beheimatet. "Wallrath ist auf dem Weg zum ökologischen Gebiet. Es hat Zukunft", so Wittig. Zahlreiche Pflanzaktionen sorgen für viel Grün, die erneuerte Straße rundet den idyllischen Anblick ab. 235 Menschen leben in Wallrath, viele engagieren sich — in der Dorfgemeinschaft, im Geselligkeitsverein und in zehn weiteren Vereinen.

Jetzt wollen die Wallrather ihren Wohnort noch schöner machen, planen viele Verbesserungen, etwa eine schnellere Internetverbindung oder die Erschließung eines kleinen Neubaugebietes — alles in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Jüchen.

Nach einer Mittagspause empfängt Josef Winzen das Gremium im Zentrum von Bedburdyck: in der Karl-Justen-Halle. "Unsere Dörfer Bedburdyck und Stessen haben sich stetig weiter entwickelt und bieten heute besonders jungen Menschen eine Zukunft", sagt er.

Viele Neubauten für Familien

Rund 20 Vereine prägen das soziale und kulturelle Leben. "Das Erfreulichste bei all den zahlreichen Aktivitäten ist, dass die Vereine und Vereinigungen sich gegenseitig helfen, gemäß dem Motto ,Gemeinschaft leben und erleben'", so Winzen. Eine Wanderung führte das Gremium durch die Neubaugebiete Rederhof, Lindenhof II und Am alten Sportplatz in beiden Dörfern, den Stessener Pfad, den renaturierten Jüchener Bach und das Bürgerwäldchen.

(NGZ/rl)