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Dormagens Negativserie gegen die Wölfe soll enden​

2. Handball-Bundesliga : Dormagens Negativserie gegen die Wölfe soll enden

Nach dem mühevollen Heimsieg gegen die HSG Konstanz kommt auf Dormagens Zweitliga-Handballer am Freitag ein komplett anderer Gegner zu. Es geht nach Würzburg, wo der TSV Bayer noch nie ein Punktspiel gewinnen konnte.

Mit Blick auf die Statistik könnten es sich die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen eigentlich sparen, am Freitag in den Bus nach Würzburg zu steigen, wo um 19.30 Uhr in der Tectake-Arena die Partie gegen die dort heimischen Wölfe steigen soll. Denn die Wölfe sind so etwas wie ein Angstgegner für den TSV – ganz besonders auswärts. Spricht schon die Gesamtbilanz mit acht Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen eindeutig für die Gastgeber, sind sie in heimischer Halle gegen Dormagen erst recht eine Macht. Alle sechs bisherigen Duelle gegen Dormagen vor eigenem Publikum, alle in der 2. Liga, gewannen die Wölfe. Das bislang letzte Anfang des Jahres mit 31:22 sogar sehr deutlich.

„Die Bilanz stellt uns vor die schöne Aufgabe, diese Negativserie zu durchbrechen“, sagt TSV-Coach Matthias Flohr und bringt damit zum Ausdruck, dass es für ihn gar nicht infrage kommt, schon im Vorfeld einen Gedanken an eine Niederlage zu verschwenden. Wobei die Vorzeichen in der Tat günstig scheinen, die Horrorserie endlich zu beenden. So geht etwa Matthias Flohr völlig unbelastet in die Partie, schließlich ist er erst im Sommer an den Höhenberg gekommen. Bis Donnerstag wusste er gar nichts von der Statistik. Ein noch viel besseres Omen könnte es allerdings sein, dass die Dormagener sich ihre negative Bilanz gegen die DJK Rimpar Wölfe eingehandelt hat, die es jetzt nicht mehr gibt. Anfang August meldete der Verein, dass die Zweitliga-Mannschaft künftig unter dem Namen Wölfe Würzburg auftritt. Dahinter steht die Hoffnung auf größeres Sponsoren-Interesse und mehr Zuschauereinnahmen. Und mit dieser Umbenennung einher ging ein größerer Umbruch, so stehen sieben Abgängen sechs Neuzugänge gegenüber. Besonders schmerzlich waren die Abschiede von Toptorwart Marino Mallwitz (HC Elbflorenz) und Abwehrchef Philipp Meyer (ThSV Eisenach), die eine Neujustage der Defensivformation der Wölfe nötig machten.

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Dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, zeigten insbesondere die beiden Auswärtsspiele in Dresden (32:34) und in Lübeck (29:40), wo die Würzburger kräftig Gegentore schlucken mussten. Deutlich besser lief’s beim bislang einzigen Heimspiel gegen Essen, das mit 29:23 gewonnen wurde. „Die Deckung ist vielleicht noch nicht so stabil, die Mannschaft insgesamt aber schon. Mit Steffen Kaufmann, Patrick Schmidt und Benedikt Brielmeier verfügt die Mannschaft über einen eingespielten Rückraum“, betont Matthias Flohr. Vorsichtig macht den TSV-Coach auch der Umstand, dass sich seine Mannschaft im Vergleich zum mühsamen 25:22-Sieg gegen Konstanz auf eine andere Abwehrformation einstellen muss. Während der Aufsteiger die Dormagener mit einer sehr variablen 3:3-Defensive nervte, rechnet Flohr gegen die Wölfe eher wieder mit einer klassischen 6:0-Deckung. „Das müssen wir natürlich ganz anders angehen, um unsere Schützen in Position zu bringen“, weiß Flohr, der einen Großteil der Trainingswoche darauf verwandt hat, seine Mannschaft entsprechend vorzubereiten.

Klar ist, dass die Konstanz-Variante mit Rechtsaußen Jakub Sterba auf Halbrechts nicht mehr zur Anwendung kommen dürfte. Da wird wohl Artur Karvatski wieder als Alternative für André Meuser Einsatzzeit bekommen. Auf Halblinks steht Alexander Senden nach Krankheit wieder zur Verfügung. „Er ist aber gerade erst wieder dabei. Da müssen wir erst sehen, wie er uns helfen kann“, erklärt Matthias Flohr. Schon ein deutliches Stück weiter ist Torwart Martin Juzbasic nach seiner Handverletzung. Gegen Konstanz saß er schon auf der Bank, musste aber wegen der formidablen Leistung von Christian Simonsen nicht eingreifen. Der Kroate im Vollbesitz seiner Kräfte könnte jedenfalls ein Faktor sein, um die schwarze Serie gegen die Wölfe zu beenden.