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Dormagenerin Tanja Spill aktuell mit Olympia-Ticket

Leichtathletin aus Dormagen : Tanja Spill hätte aktuell ein Olympia-Ticket

Die 800-Meter-Läuferin vom TSV Bayer Dormagen hat sich dank ihrer konstant guten Leistungen in der Weltranglisten nach vorne gearbeitet. Doch bis zum Stichtag am 29. Juni kann noch einiges passieren.

Dass die Säbelfechter des TSV Bayer Dormagen den Rhein-Kreis Neuss bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten, steht schon länger fest. Nach der zweiten Qualifikation in München hat auch Kunstturnerin Sarah Voss aus Dormagen seit dem Wochenende ihr Olympia-Ticket sicher. Und wäre heute der Stichtag, könnte sich auch 800-Meter-Läuferin Tanja Spill über einen Start in der japanischen Hauptstadt freuen. Denn durch ihre jüngsten Topleistungen hat sie nach eigenen Berechnungen in der bereinigten Weltrangliste den Sprung auf den so wichtigen 48. Platz geschafft. Die besten 48 dieses Rankings sind in Tokio dabei, doch abgerechnet wird erst am 29. Juni.

Bereinigt heißt für die Weltrangliste übrigens, dass dort die Läuferinnen nicht berücksichtigt sind, die keine Chance mehr haben, weil eine Nation maximal drei Athletinnen nach Tokio schicken darf. Besonders hart ist die Lage bei den Britinnen, bei denen beispielsweise sechs Athletinnen die Olympia-Norm von 1:59,50 Minuten schon geschafft oder sogar unterboten haben, wegen der starken Konkurrenz aber drei von ihnen zu Hause bleiben müssen. „Die Weltrangliste ist noch nicht aktualisiert. Aber wir haben hin und her gerechnet. Mit Zeit und Platzierung von Marseille müsste ich jetzt genau auf Rang 48 liegen“, erklärt Tanja Spill, „das ist einfach ein gutes Gefühl.“ Sie war vorigen Mittwoch bei einem Meeting in der französischen Hafenstadt mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:00,66 Minuten auf Rang drei gelaufen. Am Samstag in Nizza war sie als Dritte in 2:01,47 Minuten zwar auch schnell unterwegs, weil aber bei diesem Wettkampf nicht die Platzierung für die Weltrangliste Punkte bringt, hat sie diese Topleistung nicht weiter nach vorne gebracht. Dennoch scheint sie einen kleinen Puffer zu haben, weil ein Check der vor ihre gelisteten Läuferinnen ergeben hat, dass ein paar von ihnen wohl in Tokio nicht starten, weil sie verletzt sind oder eine andere Strecke bevorzugen. „Aber darauf will ich mich natürlich nicht erlassen“, betont Spill. Sie plant bis zum 29. Juni noch zwei Starts, muss aber noch schauen, in welche Felder sie hineinkommt.