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Dormagener Schwimmer trauern um ein Ausnahmetalent

Nachruf : TSV-Schwimmer trauern um ein Ausnahmetalent

Thomas Buchholz war ein Eigengewächs, das in der 1980er Jahren eine erfolgreiche Ära in Dormagen mitprägte. Er verstarb kürzlich im Alter von nur 58 Jahren nach langer Krankheit.

Die Schwimmabteilung des TSV Bayer Dormagen hat einen wichtigen Teil ihrer überaus erfolgreichen Geschichte verloren. Im Alter von nur 58 Jahren starb in Gestalt von Thomas Buchholz kürzlich nach langer Krankheit ein Mann, der als junger Schwimmer aus dem eigenen Nachwuchs in den 1980er Jahren eine Ära mitprägte.

„Thomas war ein Supertalent mit einer hervorragenden Wasserlage und einer hohen Beweglichkeit“, erinnert sich Franz Bergen, der nur ein paar Jahre älter als Thomas Buchholz war, als er das Training der TSV-Leistungsschwimmer von seinem Vater Johannes (†) 1985 übernahm. Zuvor hatte er seinen Vater aber auch schon dabei unterstützt, vor allem junge Schwimmer in die Spitze zu führen. Neben Buchholz auch einen gewissen Stephan Güsgen, der es 1988 sogar zu den Olympischen Spielen in Seoul schaffte. Dass es Thomas Buchholz trotz seines Ausnahmetalents auf internationaler Ebene nicht so weit brachte, hatte laut Bergen auch mit seiner Lebenseinstellung zu tun: „Er war sehr kommunikativ, vielseitig interessiert und hat auch über den Tellerrand hinausgeschaut. Er wollte sich nie mit aller Gewalt verbessern.“ Zudem lag Buchholz wegen seiner starken Wendetechnik die Kurzbahn mehr, international wird aber meist auf der 50-Meter-Bahn gestartet. Dennoch gehörte er in Deutschland über 100 Meter Schmetterling zu den Besten, auch im Freistil war er ziemlich schnell unterwegs. Seinen Lebensunterhalt verdiente Thomas Buchholz in Dormagen als Fliesenleger, er hinterlässt eine Frau und eine Tochter.