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Fechten: Dormagener Säbeltrio erkämpft den WM-Titel

Fechten : Dormagener Säbeltrio erkämpft den WM-Titel

Nach der Enttäuschung im Einzel trumpfen die deutschen Säbeljunioren im Teamwettbewerb der Fecht-WM groß auf.

Mit ihrem Titelgewinn im Mannschaftswettbewerb haben die deutschen Säbelfechter für einen versöhnlichen Abschluss der bislang eher verkorksten Junioren-Weltmeisterschaft im kroatischen Porec gesorgt.

Drei Tage nach dem enttäuschenden Abschneiden im Einzel triumphierten Vize-Europameister Richard Hübers, Robin Schrödter, Rouwen Redwanz (alle TSV Bayer Dormagen) und der in Dormagen lebende und trainierende Maximilian Kindler (TSG Eislingen) im Finale des Teamwettbewerbs mit 45:43 über Italien.

"Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs", sagte anschließend ein sichtlich erleichterter Junioren-Bundestrainer Dan Costache, der ebenso wie drei Viertel seiner Mannschaft beim TSV Bayer Dormagen zu Hause ist. "Respekt, was die Jungs heute gezeigt haben. Von Anfang an waren sie konsequent und haben stark gefochten. Sie waren diszipliniert und haben nichts zugelassen."

In die Lobeshymnen für das Quartett, das im Einzel nur die Plätze zehn (Schrödter), zwölf (Hübers) und vierzehn (Kindler) belegt hatte – Rouwen Redwanz war nur für den Teamwettbewerb nominiert worden – stimmte auch Dieter Lammer, Delegationsleiter des Deutschen Fechterbundes in Porec, ein: "Das war absolut stark, was die Jungs hier abgeliefert haben. Ich bin froh, dass es mit der Medaille geklappt hat."

"Nach der kleinen Enttäuschung im Einzel war das natürlich die perfekte Antwort", freute sich auch TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald über die Medaillen zwei, drei und vier für den TSV Bayer, nachdem zum Auftakt bereits Eduard Gert Bronze bei den Kadetten gewonnen hatte, "die Jungs haben es verdient. Sie sind ihrer Favoritenrolle in allen Belangen gerecht geworden."

Am Samstag starteten sie mit einem 45:14-Sieg über Kasachstan in den Wettbewerb, dem ein 45:35 über die Ukraine folgte. Schon da wurde deutlich, dass Costache die richtige Marschroute gewählt hatte: "Wir haben einen tag nach dem Einzel jenen Wettbewerb noch mal kurz ausgewertet, anschließend nur noch nach vorne geblickt und uns auf die Mannschaft konzentriert", sagte der Bundestrainer.

Im Halbfinale schalteten seine Schützlinge dann die überraschend starken US-Amerikaner mit 45:34 aus. Weil sich im anderen Halbfinale die Italiener mit 45:43 gegen Ungarn durchgesetzt hatten, kam es zu einer Neuauflage des EM-Finales von vor vier Wochen. Da hatten die Deutschen noch mit 44:45 das Nachsehen gehabt, doch diesmal lagen die Trümpfe auf ihrer Seite: Im letzten Gefecht gegen Luca Curatoli setzte Maximilian Kindler den entscheidenden Treffer zum 45:43 und damit zum Titel.

(NGZ)