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Dormagener Säbelfechter Valentin Meka holt Bronze bei  Kadetten-EM

Fechten : Valentin Meka holt Bronze bei Kadetten-EM

Der 16 Jahre alte Schüler des Sportinternats Knechtsteden komplettiert Triumph des Deutschen Fechterbundes im Säbelwettbewerb.

Ist der deutsche Fechtnachwuchs doch besser als sein Ruf? Bei den Kadetten-Europameisterschaften im kroatischen Porec sorgten die Säbelfechter jedenfalls für einen Paukenschlag: Colin Heathcock (TSG Eislingen) und Valentin Meka (TSV Bayer Dormagen) teilten Gold und Bronze unter sich auf. Am Mittwoch hat das Duo zusammen mit Max Laurin Müller (Bonn) und Marc Neuhäuser (Tauberbischofsheim) im Teamwettbewerb die Chance auf eine zweite Medaille.

Valentin Meka startete perfekt in den Tag. Der 16-Jährige, der vor zwei Jahren vom TV Ratingen zum TSV Bayer Dormagen wechselte und das Sportinternat am Norbert-Gymnasium in Knechtsteden besucht, überstand die Vorrunde ohne Niederlage. Das brachte ihn auf Rang vier der Setzliste, die vom Russen Dmitriy Nasonov und dem Italiener Eduardo Cantini angeführt wurde – der Bonner Max Laurin Müller ging auf Rang drei ins Rennen, Colin Heathcock auf Platz sechs.

Meka, der im vergangenen Jahr 37. der U17-Weltmeisterschaften war und mit dem deutschen Team Rang fünf bei der Kadetten-EM belegt hatte, gelang zum Auftakt ein 15:10-Sieg über den Rumänen Andrei Mihnea, anschließend bezwang er dessen Landsmann Radu Nitu mit dem gleichen Ergebnis. Der dritte 15:10-Sieg in Folge, diesmal über den Russen Nikita Kisin, war gleichbedeutend mit dem Einzug ins Viertelfinale. Hier trumpfte der Dormagener mit einem 15:6-Sieg über den Polen Krzystof Kajor auf und hatte damit ebenso das Halbfinale erreicht wie Colin Heathcock.

Beiden war somit eine Medaille bereits sicher. Doch während sich der Eislinger mit 15:9 gegen den Ungarn Konrad Ondrik durchsetzte und ins Finale einzog, musste sich Valentin Meka dem an eins gesetzten Dmitriy Nasonov mit 10:15 geschlagen geben, feierte die Bronzemedaille aber als seinen bisher größten Erfolg. Im Kampf um den Titel setzte sich Heathcock dann mit 15:13 gegen den favorisierten Russen durch. „Beide haben heute einen ganz starken Wettkampf gefochten,“ kommentierte Nachwuchs-Bundestrainer Imre Bujdoso das Abschneiden seiner Schützlinge, „zwei Mal Edelmetall für uns bei einer EM ist ein herausragendes Ergebnis.“ Dem am heutigen Mittwoch ein weiteres folgen könnte: Meka, Heathcock, Müller (im Einzel auf Rang 18) und Neuhäuser (35.) gehen jedenfalls an Position eins gesetzt in den Mannschaftswettbewerb, in dem sie sich zunächst mit dem Sieger aus dem Duell Georgien gegen Slowenien auseinandersetzen müssen. Vorteil der Setzliste: Auf die ebenfalls favorisierten Russen können sie frühestens im Finale treffen.

Nicht ganz so gut war es zuvor für die deutschen Säbelfechterinnen gelaufen. Die für den TSV Bayer Dormagen startende Sina Neumann kassierte in der Vorrunde einige hauchdünne Niederlagen und ging so nur auf Platz 44 der Setzliste in die Hauptrunde. Prompt traf sie auf die spätere Bronzemedaillengewinnerin Alina Pastukhova (Russland), der sie mit 10:15 unterlag, was in der Endabrechnung Platz 46 bedeutete.

Im Teamwettbewerb blieben dem deutschen Trio mit Sina Neumann, Christine-Marie Weber und Aline Hornak nach Niederlagen gegen Rumänien (38:45) und Tschechien (43:45) nur die Platzierungsgefechte um die Plätze 13 bis 16. Hier feierten sie Siege über Weißrussland (45:37) und Georgien (45:20), so dass am Ende Platz 13 heraussprang.