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Dormagener Handballer bei Benefizspiel und beim Supercup

Dormagener Handballer unterwegs : Benefizspiel sorgt für jede Menge gute Laune

Gegen den Rheinlandligisten TuS Weibern stand der Spaß im Vordergrund, dementsprechend versuchte der Zweitligist ein wenig zu zaubern, spendete aber auch Geld. Auch beim Supercup in Düsseldorf stand der TSV im Fokus.

Der Startschuss zur neuen Saison in der 2. Handball-Bundesliga fällt zwar erst am kommenden Wochenende, doch schon am vergangenen Samstag machte der TSV Bayer Dormagen mit seinen Handballern gleich an zwei Stellen von sich reden. Beim TuS Weibern bestritt die erste Mannschaft ein Benefizspiel zugunsten der Hochwasser-Betroffenen im Kreis Ahrweiler, im Rahmen des Supercups in Düsseldorf wurde die deutsche Mannschaft geehrt, die kürzlich in Kroatien mit drei TSV-Talenten U19-Europameister geworden war.

Vor Ort in Düsseldorf war von dem Dormagener Trio allerdings nur stellvertretend Aron Seesing, der aktuell leichte Rückenbeschwerden auskuriert. Er nahm Glückwünsche und ein Geschenk von DHB-Präsident Andreas Michelmann und HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann entgegen, während Lennart Leitz mit einer Grippe zu Hause bleiben musste und Sören Steinhaus mit der Reserve der Dormagener unterwegs war. Während Seesing also in der Landeshauptstadt die Partie zwischen Kiel und Lemgo nur als Zuschauer verfolgen konnte, stiegen seine Mannschaftskameraden beim TuS Weibern in ihre Handballkluft, um gegen den Rheinlandligisten für einen guten Zweck zu spielen. Nachdem der TSV auf Anregung seines Linksaußen Joshua Reuland schon vor Ort mit angepackt hatte, um bei der Beseitigung der Hochwasserschäden zu helfen, erklärte er sich auch spontan bereit, bei Reulands Heimatverein anzutreten. Zwar waren in der Robert-Wolff-Halle wegen Corona nur 130 Zuschauer zugelassen, doch auf dem Vorplatz verfolgten viele Fans die Youtube-Übertragung auf einem Großbildschirm. Und sie bekamen beim 40:17-Erfolg des Zweitligisten einiges geboten, es gab oft Szenenapplaus für gelungene Aktionen. „Mit etlichen Kempa-Treffern haben wir das Publikum sicher ganz gut unterhalten“, meinte TSV-Coach Dusko Bilanovic. Für gute Laune sorgten auch Szenen wie die von TSV-Keeper Christian Simonsen, der selbst mal einen Siebenmeter warf, dann aber am gegnerischen Torwart scheiterte. Ein besonderer Augenblick war auch, als Rechtsaußen Jannis Schild, Cousin von Joshua Reuland, zu seinem ersten Einsatz in Weiberns Herrenmannschaft kam und sogar ein Tor erzielte. Doch die Dormagener sorgten nicht nur für gute Laune, sondern spendeten aus der Mannschaftskasse noch 1500 Euro, die vom Verein verdoppelt wurden. Als Dank will der TuS Weibern demnächst die Dormagener bei einem Ligaspiel anfeuern. David Beineke