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Lokalsport: „Dormagen wird niemals gewinnen“

Lokalsport : „Dormagen wird niemals gewinnen“

Unaufgeregt, so beschreibt Knut Kleinsorge die Stimmungslage am Höhenberg sechs Tage vor dem "Endspiel" um den Aufstieg in die Handball-Bundesliga. "Die Jungs haben heute Morgen ganz normal trainiert, jetzt besprechen wir die Details rund um das Spiel", wusste der Pressesprecher des TSV Bayer Dormagen am Montag Mittag zu berichten.

Zwar sind es vom Höhenberg zum Essener Sportzentrum Am Hallo, in dem die Partie am Samstag um 19.30 Uhr von den Unparteiischen Holger Fleisch und Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen) angepfiffen wird, nur 64,8 Kilometer, trotzdem will die Anreise sorgfältig geplant sein. Denn Parkplätze sind Mangelware rund um die Sporthalle an der Ernestinenstraße 57, die 2 500 Sitz- und 800 Stehplätze bietet und seit zwei Wochen ausverkauft ist.

"Dormagener Fans sollten am besten Fahrgemeinschaften bilden", rät Torhüter Matthias Reckzeh, der sich in dieser Saison mehrfach vor Ort Spiele des Aufstiegsrivalen anschaute. Zu erreichen ist die Halle über die A 52, Düsseldorf-Essen, auf die A 40 Richtung Bochum, Ausfahrt Essen-Frillendorf/Stoppenberg, dann an der Ampel links abbiegen in Richtung Stoppenberg. An der nächsten Ampel rechts in die Ernestinenstraße, Parkmöglichkeiten dort, auf dem Gelände von RWE Systems, am Barbarossaplatz und am Sportstadion Am Hallo (Zufahrt über Hallostraße, von dort fünf Minuten Fußweg bis zur Sporthalle.

Was die Dormagener dort erwartet, dürfte klar sein. Denn TuSEM Essen tankte mit den beiden Auswärtssiegen in Friesenheim und Kirchzell, ausgerechnet bei Gegnern, bei denen Bayer verlor, Selbstvertrauen. So viel, dass Kreisläufer-Hüne Mark Dragunski noch am Samstagabend erklärte: "In unserer Halle wird Dormagen niemals gewinnen. Das lassen wir nicht zu. Und wenn sie mich aus der Halle tragen."

In der Tat haben die Essener in heimischer Umgebung nur ein Meisterschaftsspiel verloren: am 10. März mit 22:26 gegen den Bergischen HC. Außerdem gab es noch ein 30:30-Unentschieden (24. Februar) gegen die HSG Gensungen/Felsberg. Und im DHB-Pokal Ende September eine 25:28-Niederlage gegen den Stralsunder HV - der Nord-Vizemeister wartet als Gegner der ersten Relegationsrunde auf den Verlierer des "Endspiels."

Bayer kann sich jedoch mit Blick auf die Statistik ebenfalls Mut machen: Von den Auswärtsspielen bei den ersten Neun der Tabelle gingen nur die in Willstätt und Oftersheim verloren - allerdings würde ein Unentschieden wie in Bietigheim und beim Bergischen HC nicht weiter helfen.

Mut könnte Bayer auch ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen des Hinspiels (28:28) machen: Da waren nämlich die verletzten Adrian Pfahl, Peter Sieberger, Florian Wisotzki und David Breuer nicht dabei.

Am Samstag fehlen nach derzeitigem Stand nur Michiel Lochtenbergh und Szabolcs Laurencz, allerdings fehlte Nils Meyer beim gestrigen Training wegen Beschwerden am Mittelfuß. Bei Essen pausierte am Samstag der reaktivierte Stefan Krebietke - doch der war auch im Hinspiel nicht dabei.

(NGZ)