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Dormagen im Mittelrheinderby zu Gast beim VfL Gummersbach

Dormagen beim VfL Gummersbach : Endlich wieder in der Außenseiterrolle

Nachdem die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen den vierten Tabellenplatz erobert hatten, kassierten sie nach schwachen Leistungen zwei Niederlagen. Jetzt geht’s zum Derby beim Aufstiegsanwärter VfL Gummersbach.

So angefressen Dusko Bilanovic auch nach der Heimniederlage gegen den Wilhelsmhavener HV am vergangenen Freitag als Abschluss einer englischen Woche war, inzwischen blickt der Trainer des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen schon wieder optimistischer in die Zukunft. „Die drei Spiele in sieben Tagen waren einfach zu viel, da waren wir am Limit“, sagt der 50-Jährige. Zuversichtlich macht ihn, dass seine Spieler danach in einer ganz normalen Trainingswoche ihre Akkus wieder aufladen konnten. Zudem steht am Freitag (19 Uhr) das Mittelrheinderby, der Klassiker beim VfL Gummersbach, auf dem Programm. „Und da sind wir auf keinen Fall der Favorit““, betont Bilanovic.

„Endlich mal wieder“, sagt der Trainer zwar nicht, aber sein Tonfall lässt diese Aussage irgendwie mitklingen. Denn die Dormagener haben in der laufenden Saison schon häufiger gezeigt, dass sie sich in der Außenseiterrolle wohler fühlen und dabei so manchen höher eingeschätzten Kontrahenten überraschten, während es umgekehrt im Laufe des rasanten Aufstiegs ins obere Tabellendrittel auch einige unerwartete Punktverluste gab. „Eigentlich ist es das leichteste Spiel überhaupt, denn wir haben ja nichts zu verlieren. Gummersbach dagegen einiges“, erklärt Bilanovic. Was er meint ist, dass der VfL sich durch die klare Niederlage im Topspiel gegen den TuS N-Lübbecke am vergangenen Wochenende in die missliche Lage gebracht hat, den Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand zu haben. Die Gummersbacher müssen also auf Ausrutscher von Hamburg und Nettelstedt hoffen, während sie selbst möglichst nicht mehr patzen dürfen. „Die Partie gegen uns ist wie ein Endspiel für die. Die Frage ist, wie sie mit dem Druck umgehen“, meint Bilanovic.

  • Patrick Hüter kassierte mit dem TSV
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  • Julian Köster (r.) mit Geschäftsführer Björn
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  • Alexander Senden traf fünfmal gegen Großwallstadt.
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So ganz stimmt es aber nicht, dass die Dormagener nichts zu verlieren hat. Ihnen sollte sehr daran gelegen sein, ihren Fans zu zeigen, dass sie es besser können als zuletzt gegen Großwallstadt und Wilhelmshaven. Schließlich sind wahrscheinlich eine Woche später im Heimspiel gegen Rimpar wieder Zuschauer zugelassen, und die 500 freien Plätze werden sicher nur gefüllt werden, wenn die Fans davon ausgehen können, dass sie mehr geboten bekommen als etwa gegen den WHV. Außerdem droht dem TSV im Falle einer Niederlage noch eine Negativmarke: Im bisherigen Saisonverlauf hat er noch nie dreimal in Folge verloren.

„Wir haben noch etwas zu reparieren“, gibt dann auch Dusko Bilanovic zu, wobei er in erster Linie Wert darauf legt, dass sich seine Mannschaft mit einer vernünftigen Leistung gut verkauft. „Wenn wir Gummersbach richtig ärgern wollen, müssen wir sehr viel richtig machen“, betont der TSV-Coach. Zuvorderst komme es darauf an, Mittel gegen VfL-Keeper Matthias Puhle zu finden, der als der beste Torhüter der Liga gilt, und den starken Rückraum der Gummersbacher in den Griff zu bekommen. „Den müssen wir unter Druck setzen und insgesamt kompakt stehen“, weiß Bilanovic. Wie das geht, hat seine Mannschaft im Hinspiel gezeigt. Damals gab es kurz vor Silvester ein hart erkämpftes Unentschieden (24:24).