Jüchen : Dorfplatz für Neu-Holz

Darauf haben die Schützen und Karnevalisten aus Neu-Holz lange gewartet: Heute startet der Ausbau des Dorf- und Festplatzes im Umsiedlungsort. Spätestens in acht Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Der Termin für den Baustart ist vielleicht etwas ungünstig gewählt worden. "Ausgerechnet am 1. April – hoffentlich glaubt uns das jemand", meint Norbert Wolf. Doch der Rathaussprecher versichert: "Heute zwischen 8.30 und 9 Uhr wird die erste Planierraupe in Neu-Holz anrücken – trotz des merkwürdigen Datums." Dann wird der rund 7000 Quadratmeter große Dorf- und Festplatz rund um das Vereinsheim nach und nach fertiggestellt. Die Gemeinde rechnet damit, dass die Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen werden können.

Dass es nun losgeht, freut vor allem Hartmut Schmitz: "Darauf haben wir lange gewartet", meint der Vorsitzende des Spiel- und Bürgervereins. Schützen und Karnevalisten hätten in der Vergangenheit die gleichen Probleme gehabt. Der Zugang zu ihren Festzelten sei – obwohl Schotter ausgestreut wurde – oftmals nur mit Einschränkungen möglich gewesen. Bei Regenwetter war es auf dem Platz matschig, das habe auch den Zeltverleihern und Schaustellern das Leben schwergemacht.

Dies soll sich in absehbarer Zeit ändern. "Die zentralen Flächen des Platzes werden nun mit Schotterrasen befestigt, der das Befahren sowie das Aufstellen von Zelten und Buden ermöglicht", erläutert Norbert Wolf. Das daran anschließende Gelände soll landschaftsgärtnerisch gestaltet werden. Entlang der Ost- und Südgrenze wird der Platz kräftig begrünt: "Insgesamt werden 475 Wild- und Ziersträucher sowie 23 Bäume gepflanzt", so Wolf. Im Süden wird zusätzlich ein Erdwall aufgeschüttet, der den künftig an den Festplatz anschließenden Wohnhäusern einen zusätzlichen Schutz vor Lärm und nicht gewollten Einblicken bieten soll.

Vom Schürfweg und der Straße "Am Holzer Knoten" aus werden Wege angelegt, über die das neue Vereinsheim an den Platz angeschlossen wird. Wie Hartmut Schmitz betont, gehen in dem Domizil die Arbeiten voran, das Haus wurde nun an die Stromversorgung angeschlossen. Ein Eröffnungstermin steht allerdings noch nicht fest.

Die Kosten für den Ausbau des Dorf- und Festplatzes konnte die Gemeinde gestern Abend nicht beziffern. "Zu großen Teilen werden sie aber von der Firma RWE Power getragen", erklärt Norbert Wolf. Der Energiekonzern habe zusätzlich 23 Bäume für eine ansprechende Gestaltung der Fläche spendiert.

Die Bau- und Pflanzarbeiten sind stark von der Witterung abhängig. "Wir planen, den Dorf- und Festplatz in einem Zug fertigzustellen", betont der Rathaussprecher. Er rechnet damit, dass das Gelände in frühestens sechs, spätestens acht Wochen übergeben werden kann.

(NGZ)