Grevenbroicher Basketballer helfen DKMS-Registrierungsaktion der Elephants für Esther Pfüller

Grevenbroich · Die im dritten Monat schwangere Frau von Trainer Ken Pfüller hat die Diagnose Leukämie erhalten und ist nun dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen.

Kämpft um seine schwer erkrankte Frau und sein ungeborenes Kind: Elephants-Coach Ken Pfüller.

Kämpft um seine schwer erkrankte Frau und sein ungeborenes Kind: Elephants-Coach Ken Pfüller.

Foto: Michael Ritters

Na klar, das Heimspiel der NEW‘ Elephants am Samstagabend gegen Citybasket Recklinghausen hat für den Verbleib beider Vereine in der Regionalliga West immense Bedeutung – und ist doch komplett unwichtig. Denn Ken Pfüller, seit Mai 2020 Coach der Grevenbroicher Korbjäger, hat mit seiner Familie gerade einen ganz anderen Kampf zu bestehen.

Während einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung vor drei Wochen wurde bei seiner im dritten Monat schwangeren Frau Esther die Blutkrebserkrankung Leukämie festgestellt. „Weil wir gerade nicht wissen, was jetzt kommen wird“, übergab der 48-Jährige seinen Job bei den Elephants bis zum Saisonende an Co-Trainer Mahmoud Al-Abed, um sich um seine Partnerin, aber auch um die beiden Kinder im Alter von einem und vier Jahren zu kümmern.

„Ken durchlebt mit seiner Familie eine schwere Zeit, die nach unserer Solidarität ruft“, sagt Elephants-Geschäftsführer Michael Koslowski. Und darum legt der Verein unter dem Slogan der DKMS Deutschland (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) „Mund auf.Stäbchen rein.Spender sein“ eine Registrierungsaktion auf. Vor der Partie der Ersten Mannschaft am Samstag können sich im Sportlerheim der SG Gustorf/Gindorf am Torfstecherweg direkt vor dem „Elephants-Dome“ von 12 bis 18.30 Uhr potenzielle Spender und Spenderinnen von Stammzellen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen. „Vielleicht finden wir ja so das passende Match, das Esther eine Chance auf Heilung geben kann“, hofft Koslowski.

Da sie aus Kenia stammt, wenden sich die Elephants ganz explizit an die ostafrikanische Community in Deutschland. Denn weil sich die Gewebemerkmale, auf die es bei einer Stammzellentransplantation ankommt, regional unterscheiden, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen, bei Menschen mit Wurzeln in Kenia am höchsten. Grundsätzlich, möchte Koslowski indes unbedingt festgehalten wissen, „erhöht jeder und jede Registrierte die Überlebenschancen für Esther und alle anderen an Blutkrebs Erkrankten weltweit.“

Die Akteure der Elephants gehen mit gutem Beispiel voran. „Wir lassen uns alle registrieren“, verspricht Al-Abed und fügt bewegt hinzu: „Wir spielen am Samstag für die Fans, uns selbst sowie ganz besonders für Ken und seine Familie.“

Info Weiteres zu den Voraussetzungen einer Registrierung als potenzieller Stammzellenspender unter www.dkms.de.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort