Floorball-Pokal : Noch ein Schritt zum Final Four für Holzbüttgen

Auf dem Weg zum ersten großen Saisonziel bekommen es die Bundesliga-Floorballer aus dem Kaarster Stadtteil mit Meister MFBC Leipzig zu tun.

Dass die Spieler der DJK Holzbüttgen kapiert haben, dass es jetzt in die entscheidende Phase der Saison geht, haben sie am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im ersten Spiel des neuen Jahres besiegten sie nach einer kurzen Winterpause in der Floorball-Bundesliga souverän Tabellenführer UHC Weißenfels und machten so einen wichtigen Schritt in Richtung der angepeilten Play-off-Plätze. Am Samstag (Bully 16 Uhr, Halle Brüderstraße) kann die DJK ein weiteres Saisonziel schon mal unter Dach und Fach bringen. Mit einem Sieg im Pokalviertelfinale beim MFBC Leipzig stünde der Einzug ins Final Four fest, das Anfang März in der Berliner Max-Schmeling-Halle über die Bühne geht.

Einen nicht ganz unerheblichen Haken hat die Angelegenheit allerdings. Denn die Gastgeber sind alles andere als Laufkundschaft, vielmehr dürfen sich die Leipziger mit dem Titel des amtierenden Deutschen Meister schmücken. Allerdings haben die Holzbüttgener in der Vergangenheit schon bewiesen, dass sie auch als Außenseiter in der Lage sind, im Pokal für Überraschungen zu sorgen, zweimal gelang der DJK schon die Qualifikation für das Final Four. 2017 besiegte der damalige Zweitligist im Viertelfinale unerwartet die Konkurrenz des SC DHFK Leipzig, 2020 gab es einen Sieg im Duell mit den Red Hocks Kaufering, allerdings fiel das Endturnier dann wegen den beginnenden Corona-Pandemie aus. 2017 war Holzbüttgen im Halbfinale am Bundesligisten aus Berlin gescheitert.

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Nun soll ein neuer Versuch gestartet werden. Dass die letzte Hürde der Qualifikation zum Final Four ausgerechnet Ligakonkurrent und amtierender Meister MFBC Leipzig ist, motiviert die Spieler aus Holzbüttgen umso mehr. „Gegen die starken Teams sind wir noch fokussierter und rufen immer unsere besten Leistungen ab. So klappt es auch mit dem Einzug ins Final Four“, sagt Mark Jones siegesbewusst. Der 23-Jährige ist einer der wenigen Holzbüttgener, die bereits vor fünf Jahren Teil der Mannschaft waren, die am Finalturnier des Floorball Deutschland-Pokals teilgenommen haben.

Die Vorzeichen stehen jedenfalls nicht schlecht, denn nach dem 10:3-Sieg gegen Tabellenführer und Rekordmeister Weißenfels sind die Holzbüttgener perfekt aus der Winterpause gekommen. Mit einer ähnlichen Leistung wie am vergangenen Samstag scheint es nicht ausgeschlossen zu sein, dass auch gegen so einen stark besetzten Gegner wie Leipzig das Finalticket für Anfang März nach Berlin gebucht werden kann.