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DJK Holzbüttgen startet in die 3. Tischtennis-Bundesliga der Damen

Tischtennis : Die Dritte Liga ist so stark wie nie zuvor

Die Tischtennis-Spielerinnen der DJK Holzbüttgen hoffen auf einen Saisonstart im September – möglichst vor Publikum.

Der Saison-Abbruch wegen der Corona-Pandemie im März kam abrupt. Die Tischtennis-Spielerinnen der DJK Holzbüttgen beendeten damit die Saison in der 3. Bundesliga auf einem hervorragenden zweiten Platz. Es war das bisher beste Ergebnis nach einem achten Platz bei der Premiere 2018  und dem fünften Platz in der Vorsaison.

In der kommenden Spielzeit dürfte es für die Kaarsterinnen dagegen sehr schwer werden, noch einmal vorne mitzumischen. Die Konkurrenz hat erheblich aufgerüstet, die Liga ist so stark wie noch nie besetzt. Über allem steht aber die Frage, ob die Saison überhaupt wie geplant über die Bühne gehen kann. Für die DJK ist der Start am 12. September mit einem Heimspiel gegen Hannover 96 geplant.

Noch ist man im Lager der Kaarsterinnen nicht komplett überzeugt davon, dass ab September wieder alles wie gewohnt laufen wird: „Ich hoffe, dass die Saison normal starten kann, bin da ehrlich gesagt im Moment noch ein bisschen skeptisch, da es auch ganz, ganz unterschiedliche Voraussetzungen gerade in den verschiedenen Bundesländern gibt“, sagt Kapitänin Lisa Scherring, die auch darauf verweist, dass viele Vereine mit ausländischen Spielerinnen agieren und es da auch von Land zu Land unterschiedliche Vorgaben gibt. Jana Vollmert hofft, dass der Start planmäßig erfolgt und dann auch wieder Zuschauer in die Halle dürfen. Immerhin geht es zum Auftakt direkt gegen Hannover, den Meister der Vorsaison, der aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg verzichtet hat. Gegen das Team stellte die DJK im April 2019 mit 208 Besuchern den Zuschauerrekord für ein Drittliga-Spiel auf. Damals musste sogar nach Neuss umgezogen werden, da von der Stadt Kaarst befürchtet wurde, dass für die Sporthalle am Bruchweg die Sicherheitsauflagen nicht eingehalten werden könnten.

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Jetzt plagen die Verantwortlichen ganz andere Sorgen. Es geht um Hygiene- und Abstandsregeln. Training findet noch unter erschwerten Bedingungen statt,  Umkleidekabinen können zum Beispiel immer noch nicht genutzt werden. Für den Spielbetrieb wurde in Betracht gezogen, auf die Doppel zu verzichten. Die Idee kommt bei den Spielerinnen nicht so gut an: „Ich denke, bis zum Saisonstart  wird sich noch einiges ändern. Ich hoffe, dass dann auch wieder Doppel gespielt werden kann“, sagt Jana Vollmert.

Die Gegner sind die gleichen wie in der Vorsaison. Die Aufstellungen der einzelnen Mannschaften haben sich zum Teil aber stark verändert. „Die Liga ist auf jeden Fall noch einmal eine ganze Ecke stärker geworden. Da gibt es nur sehr wenige Teams, wie Hannover oder uns, die so antreten wie bisher. Vor allem Kellinghusen und Annen haben sich noch einmal deutlich verstärkt und werden mit Sicherheit oben mitspielen“, meint Lisa Scherring. Bei den Kaarsterinnen besteht die Stammformation weiter aus Valerija Stepanovska, Martyna Dziadkowiec, Jana Vollmert und Lisa Scherring. Gemeldet sind außerdem Miriam Jongen (Tischtennis-Auszeit hält weiter an) und Neuzugang Aneta Dziadkowiec, die Schwester von Martyna. Beide werden aber wohl kaum zum Einsatz kommen. Beim Meister aus Hannover sind es Shiho Ono, Caroline Hajok, Katerina Cechova und Maria Shiiba, die dem Kaarster Publikum durch einige Duelle mittlerweile bekannt sind.

Topfavoriten sind die DJK BW Annen und der VFL Kellinghusen. Annen hat sich im Spitzenpaarkreuz mit der russischen Topspielerin Elena Kuzmina und der früheren deutschen Nationalspielerin Nadine Bollmeier verstärkt, so dass die Russin Oxana Fadeeva, die bisher im Spitzenpaarkreuz kaum Spiele verloren hat, an die dritte Position rückt. Auch Kellinghusen, das auf eine rein ausländische Mannschaft setzt, hat sich in Krittwika Roy Sinha und Diya Parag Chitale auf den Spitzenpositionen verstärkt. Das frühere Holzbüttgener Nachwuchstalent Leonie Berger, die in den vergangenen Jahren für Borussia Düsseldorf aktiv war, hat beim hessischen Team TTC Grün-Weiß Staffel angeheuert und wird dort hinter der früheren Erstliga-Spielerin Katharina Michaijlova an Position zwei spielen. Auch die TTVg WRW Kleve bietet ein starkes Team zur neuen Saison auf. Hier sind die Japanerin Aya Umemura und die deutsche Ex-Nationalspielerin Jie Schöpp an der Spitze gemeldet. In der Spitzengruppe könnte auch der TSV Langstadt II mit Franziska Schreiner, Alena Lemmer und Janina Kämmerer vertreten sein. Die weiteren Teams in der Liga sind TTK Großburgwedel, SC Poppenbüttel und Aufsteiger ASC Göttingen (früher Torpedo Göttingen).

„Ich hoffe, dass wir uns bei der starken Konkurrenz irgendwie im Mittelfeld halten können“, sagt Jana Vollmert zu den eigenen Zielen. In Holzbüttgen wird auf jeden Fall auch in den Sommerferien fleißig trainiert und die Vorfreude auf die Saison ist groß.