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DJK Holzbüttgen beendet schwarze Serie in der Floorball-Bundesliga

Floorball : Holzbüttgen beendet schwarze Serie

Zwar musste die DJK gegen die Berlin Rockets in die Verlängerung, machte dort aber mit dem Treffer von Nationalspieler Nils Hofferbert zum 5:4 den ersten Erfolg nach zuvor vier sieglosen Spielen in der Floorball-Bundesliga perfekt.

Also, im Zeitalter unsinniger Steigerungen wie „extremster Wetterbedingungen“ oder „Berlins echtester Currywurst“ sollten Superlative besser auf Sparflamme köcheln, doch was die Teams der Floorball-Bundesliga am 14. Spieltag an sportlicher Dramatik aufs Parkett zauberten, war tatsächlich vom Allerfeinsten: Vier der fünf Begegnungen wurden mit nur einem Tor Differenz entschieden. Drei Partien gingen in die Verlängerung. Und die Krönung: Das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Weißenfels und Verfolger Leipzig endete 6:6-Unentschieden.

Auch die DJK Holzbüttgen schrieb ihren ganz besonderen Krimi: Die mit schwarzer Serie von vier sieglosen Spielen in Folge ins Match gegangenen Schützlinge von Trainer Jesse „Jay“ Backman lagen in heimischer Stadtparkhalle vor mehr als 200 Zuschauern gegen die Berlin Rockets drei Mal vorne, mussten aber in die Verlängerung und holten sich erst dort mit dem entscheidenden Treffer von Nils Hofferbert zum 5:4-Erfolg (2:1, 1:2, 1:1, 1:0) wenigstens noch den Zusatzpunkt. „Und das war extrem wichtig für unser Team“,  befand der finnische Scorer Samu Pietilä erleichtert und erklärte auch warum: „Wir glauben jetzt wieder daran, dass wir Spiele gewinnen können. Damit müssen wir weitermachen.“

Eigentlich – und auch diese Aussage würde Pietilä sehr wahrscheinlich unterschreiben – hätten die Hausherren diese Partie mit drei Punkten abschließen müssen. Schließlich führten sie im ersten Drittel nach Toren von Pietilä (1:0/9.) und Dennis Schiffer mit 2:1 (18.), steckten im zweiten Durchgang einen Rückstand weg (2:3 Marek Brincil/32.) und kontrollierten die Begegnung im Schlussabschnitt nach Treffern von Alexander Sagafe und Nils Hofferbert zum 4:3 (49.) wieder. Den unbequemen Berlinern gelang zehn Minuten vor dem Ende durch Hannes Thun der 4:4-Ausgleich – gegen in dieser Phase energisch auf die Entscheidung drängende Kaarster. Und genau das ärgerte Pietilä ziemlich: „Wir waren über weite Strecken überlegen, aber haben uns Fehler geleistet, welche Berlin genutzt hat.“ In der Verlängerung belohnten sich die Gastgeber schließlich doch noch, als Nationalspieler Nils Hofferbert nach 3:31 Minuten auf Vorarbeit von Jannik Heinen das allemal verdiente „Golden Goal“ glückte.

Was das bedeutet, umriss der bei den DJK-Floorballern für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Philip Michaelis kurz und knapp: „Wir stehen mit den zwei weiteren Punkten und nun insgesamt 23 Zählern im Rennen um die Play-offs weiter auf Platz fünf – mit drei Punkten und einem Spiel weniger als die davorliegenden Schriesheimer.“ Der starke Wiederaufsteiger von der badischen Bergstraße ist am vorletzten Spieltag der Hauptrunde (14. März) in Kaarst zu Gast.

Vorher sind die Kaarster indes noch mal on tour. Am Sonntag geht es nach Sachsen zu den Floor Fighters Chemnitz (Anpfiff 16 Uhr). Für die rund 550 Kilometer bis in die 600 Zuschauer fassende Schlossteichhalle benötigt ein moderner Reisebus mehr als sechs Stunden. Mit einem Sieg über die Floor Fighters könnte die zwischenzeitlich mal aus dem Tritt geratene DJK alles klar machen und sich für die Play-offs qualifizieren. Das Hinspiel gewann Holzbüttgen Anfang Dezember recht deutlich mit 12:6.