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Leichtathletik: Dilla: "Es war ein guter Plan"

Leichtathletik : Dilla: "Es war ein guter Plan"

Das tschechische Ostrava scheint ein gutes Pflaster für Karsten Dilla zu sein. Vor einem jahr wurde der Stabhochspringer im Trikot des TSV Bayer Dormagen dort U23-Vize-Europameister, am Freitagabend katapultierte sich der Grimlinghausener über die Olympianorm von 5,72 Meter

Karsten Dilla fühlte sich einfach nur erleichtert: "Das ist erst einmal eine Menge Druck, die abfällt", meinte der 22 Jahre Grimlinghausener, der seit zwölfeinhalb Jahren für den TSV Bayer Dormagen startet, nachdem er am Freitagabend im tschechischen Ostrava die Olympianorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von 5,72 Meter "geknackt" hatte (die NGZ berichtete kurz in ihrer Samstagausgabe).

Katapultierte sich in Ostrava über die Olympianorm von 5,72 Meter: Karsten Dilla. Foto: privat

Eigentlich, verrät der bei Bundestrainer Jörn Elberding in Leverkusen trainierende Sportsoldat, hatte er die Norm schon früher unter Dach und Fach bringen wollen: "Eigentlich wollte ich die Olympianorm schon während der Trainingslager in San Diego (USA) oder Rieti (Italien) springen um den Druck etwas zu reduzieren." Doch da war er nicht über 5,52 beziehungsweise 5,55 Meter hinausgekommen.

In Ostrava: Steven Lewis, Renaud Lavillenie, Karsten Dilla (v.l.). Foto: TSV

Beim offiziellen Saisonstart in Soest gewann er dann mit 5,60 Meter, am Freitag packte er die nötigen zwölf Zentimeter drauf: "Das ist eine wahnsinnige Erleichterung. Jetzt kann ich mich der Aufgabe widmen, mich unter die ersten Drei in Deutschland zu mischen. Das wird aber nicht so einfach werden", sagte Dilla im Interview mit leichtathletik.de, nachdem er in Ostrava hinter dem französischen Hallenweltmeister Renaud Lavillenie, der mit neuen Weltjahresbestleistung von 5,90 Meter den Wettbewerb gewann, Platz zwei vor dem höhengleichen Briten Steven Lewis belegt hatte. Für Dilla bedeuteten die 5,72 Meter gleichzeitig die Einstellung seiner persönlichen Freiluft-Bestleistung.

Dass ihm dies in Ostrava glückte, sieht er keineswegs als Zufall an: "Es war ein Grund, warum ich wieder hierher gekommen bin, weil ich schon einmal gut gesprungen bin. Ich kannte die Anlage schon und jetzt vor Olympia geht es natürlich darum, gute Bedingungen zu suchen und hoch zu springen. Das ist mir jetzt auch gelungen. Es war ein guter Plan."

Gestern beim Pfingstsportfest in Rehlingen scheiterte Karsten Dilla dann drei Mal an seiner Anfangshöhe von 5,55 Meter. Der nächste Start des Dormageners ist am Sonntag im polnischen Bydgosz geplant.

(NGZ)