Elephants Grevenbroich wollen auswärts nachlegen: Dieses Mal den Sack zu machen

Elephants Grevenbroich wollen auswärts nachlegen : Dieses Mal den Sack zu machen

Von Dirk Sitterle Nach dem fast (überlebens-) wichtigen Heimsieg über die SG Braunschweig (74:68) gilt es für die Zweitliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich nun, auswärts nachzulegen.

Von Dirk Sitterle Nach dem fast (überlebens-) wichtigen Heimsieg über die SG Braunschweig (74:68) gilt es für die Zweitliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich nun, auswärts nachzulegen.

In das im Kampf um den Klassenerhalt nicht ganz unwichtige Duell mit dem ETB Schwarz-Weiß Essen am Samstag ab 19.30 Uhr im Sportpark "Am Hallo" gehen die Schloss-Städter nicht als Außenseiter. "Essens einziger Vorteil ist deren Halle", stellt Trainer Raphael Wilder klar. "Ein Auswärtssieg dort liegt für uns im absolut machbaren Bereich."

Keine Rolle spielen soll dabei die bittere Heimpleite im Pokal vor zweieinhalb Wochen gegen Essen, als die Elephants nach der Pause einen 19-Punkte-Vorsprung noch aus der Hand gaben. "Das ist nicht die Pokal-Revanche, die uns jeder einreden will", will der Coach festgehalten wissen, "hier geht's für beide Mannschaften um wichtige Punkte für den Klassenerhalt".

Den müssen die Hausherren mit einem neuen Trainer schaffen. Für den nach fast fünf Jahren überraschend von Bord gegangenen Markus Zilch sitzt seit dem vergangenen Freitag Matthias Haller auf der Trainerbank. Der 34-Jährige war beim ETB von 1998 bis 2001 schon als Nachwuchstrainer und Jugend-Koordinator im Einsatz und betreute danach als Co-Trainer den Erstligisten Schwelmer Baskets.

Seine Feuertaufe bestand der neue Mann am vergangenen Sonntag beim 91:90-Sieg nach Verlängerung in Mönchengladbach. Auf der Tribüne saß auch Raphael Wilder, der wie schon in Grevenbroich (32 Punkte im Pokal) einen überragenden Errick Greene sah. Der Amerikaner markierte nicht nur 42 Zähler, sondern ihm gelang zwei Sekunden vor Schluss auch der Siegkorb.

Darüber hinaus notierte Wilder: "Essen verteidigt sehr, sehr gut. Deren einzige Schwäche ist die Bank." Wie schon sein Vorgänger vertraut auch Haller fast ausschließlich auf seine erste Fünf. Neben US-Boy Greene (20,8 Punkte im Schnitt) gehören dazu noch sein Landsmann Jacob Gene Chrisman (18,3), die beiden excellenten Verteidiger Sebastian Rathjen und Gidon Rietti sowie Nikola Jovanovic, gerade vor heimischem Publikum nicht nur ein gefürchteter Scharfschütze, sondern auch ein Akteur, dem kein (Taschenspieler-) Trick fremd ist.

"Er ist ein guter Schauspieler", weiß Wilder, dessen Marschroute klar ist: "Die Fünf müssen wir mächtig unter Druck setzen, so dass sie in Foulprobleme kommen. Im Gegensatz zum Pokalspiel müssen wir dann aber den Sack auch zu machen." Helfen soll dabei auch wieder Matthias Wojdyla, der zuletzt gegen Wolfenbüttel und Braunschweig punktemäßig komplett leer ausgegangen war.

"Wir brauchen ihn", bestätigt Wilder, der seinen Flügelspieler ins Gebet genommen hat: "Dreier zu werfen, ist nicht alles. Ich erwarte von ihm, dass er sein ganzes Repertoire auspackt, dass er zum Korb zieht, passt und Defense spielt." Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Center Franz-Josef Grips (Erkältung), dessen Dienste vor allem in der Verteidigung dringend benötigt werden.

Randnotiz: Die immer noch sieglosen Iserlohn Kangaroos haben sich von ihrem Coach Steve Wriedt getrennt. Seit Mittwoch ist Steven Johnson, der im ersten Zweitliga-Jahr als Spieler auch mal bei den Elephants ein Thema war, für die mit 0:12-Punkten gestartete Mannschaft verantwortlich. Der Routinier spielte in Liga eins mehr als ein Jahrzehnt für Hagen, Trier, Leverkusen, Oberelchingen und Braunschweig.

(NGZ)
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