Jüchen : Diebeszug in Hochneukirch

Zum zweiten Mal seit Anfang November ist die Grundschule Hochneukirch Ziel von Einbrechern geworden. Weitere Tatorte: Jugendheim und Kirchenräume. Die Polizei ermittelt, ob die Täter bereits in Hochneukirch zugeschlagen haben.

Reiner Kivelitz (60), Leiter der Grundschule an der Mühlenstraße, und seine Kollegen sind geschockt: Zum zweiten Mal innerhalb von nur fünf Wochen verschafften sich Unbekannte Zutritt in das Schulgebäude, durchwühlten die Räume, brachen Schubläden und Schließfächer auf und stahlen Geld. "Ob Hausmeister oder Lehrer — wir fühlen uns schon unwohl", sagt Kivelitz, der seit 20 Jahren die Schule leitet.

Nicht nur die Schule war in der Nacht von Freitag auf Samstag zum Ziel für Einbrecher geworden, sondern auch die Pfarrei St. Pantaleon mit Jugendheim und den direkt angrenzenden Kirchenräumen an der Hochstraße. Die Polizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen, am Montag wurden die Spuren im Schulgebäude gesichert. Die Ermittler halten es für möglich, dass es sich bei den Einbrechern in Schule und Kirchenräume um Wiederholungstäter handelt: "Ob die unbekannten Täter auch für die Vorkommnisse am 28. November in Betracht kommen, werden die Ermittlungen ergeben", so Polizei-Sprecher Hans-Willi Arnold.

Damals waren Diebe ins Pfarrheim und in die Sakristei eingebrochen und hatten — nachdem sie die Räume durchsucht hatten, Geld aus dem Opferstock entwendet. Jetzt werden Zeugen gesucht, die an den Tatorten verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Für Reiner Kivelitz und sein Team bedeutete der erneute Einbruch erstmal gründliches Aufräumen: "Lehrerzimmer, Schulleiter-Büro und Sekretariat waren durchwühlt, sogar Umschläge aufgerissen und die Schließfächer der Lehrer aufgebrochen." Erbeutet wurden unter anderem Geld und ein Laptop. Was den Hochneukircher Schulleiter besonders erbost: "Auch der neue Beamer, den wir mit dem Geld aus dem Sponsorenlauf gekauft haben, wurde gestohlen."

Kivelitz vermutet, dass die Diebe bereits vor fünf Wochen in der Schule waren und Geld aus dem Sekretariat entwendet haben: "Sie haben denselben Weg durch eine Tür auf der Gebäuderückseite genommen." Mit "brachialer Gewalt", so die Polizei, haben die Diebe am Freitag zwischen 22.30 Uhr und am Samstag bis 10.30 Uhr die Tür zum Jugendheim aufgebrochen. Über eine Zwischentür gelangten sie in die Sakristei und durchsuchten einen Teil der Kirchenräume. Auch Ende November waren die Täter zunächst in Pfarrheim und Sakristei eingebrochen, ehe sie den Opferstock plünderten.

(NGZ)