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Leichtathletik: Die Vorjahressieger kommen wieder

Leichtathletik : Die Vorjahressieger kommen wieder

Hans-Peter Walther bleibt sich treu: Auch für die 24. Auflage des Korschenbroicher City-Laufs hat der Cheforganisator wieder die Sieger des Vorjahres eingeladen. Mit Erfolg: Sowohl die Polin Karolina Jarzynska als auch der Kenianer Daniel Chebii haben für den 22. April zugesagt

Zwei Dinge hat Hans-Peter Walther in jedem Jahr auf seiner "To do-Liste", die der Cheforganisator des Korschenbroicher City-Laufs gerne abhakt, bevor er über Ostern mit seinen Schützlingen vom Korschenbroicher Leichtathletik-Club ins Trainingslager an die italienische Adria fährt: Der organisatorische Rahmen für das sechsstündige Sportspektakel in der Korschenbroicher Innenstadt muss stehen. Und die Vorjahressieger in den Eliteläufen der Männer und Frauen müssen eingeladen worden sein.

Am Donnerstag kann Hans-Peter Walther beruhigt den Bus Richtung Süden besteigen. Organisatorisch hat er gemeinsam mit Jörg Herold alles vorbereitet für die 24. Auflage, die am 22. April im Kalender steht. Dabei gibt es eine wichtige Neuerung: Bereits in den Schülerläufen gibt es eine elektronische Zeiterfassung, für deren Auswertung eigens ein Bus im Zielbereich auf der Hindenburgstraße vor der Sparkasse aufgebaut wird. "Wenn alles reibungslos funktioniert, ersparen wir uns eine Menge Arbeit im Wettkampfbüro", sagt Walther.

Beruhigt kann er auch sein, was die Eliteläufe angeht. "Ich hatte jede Menge Anfragen", sagt Walther, "wenn ich allen zugesagt hätte, würde das allerdings unser Budget sprengen." So werden sich mindestens 60 Läuferinnen und Läufer um 17 Uhr an der Startlinie drängeln, denn erstmals erfolgt der Startschuss für den Elitelauf der Frauen und den "Lauf der Asse" gemeinsam. Die Frauen laufen allerdings nur die Hälfte der Distanz, die bei den Assen zehn Kilometer beträgt. "Erstens konnten wir dadurch den Zeitplan straffen," begründet Walther diese Änderung — der letzte Läufer sollte gegen 17.40 Uhr das Ziel erreicht haben, eine Zeit, zu der in den Vorjahren meist der "Lauf der Asse" erst gestartet wurde.

Und zweitens "wird die Sache dadurch interessanter", meint der Cheforganisator. Denn die Felder im Frauenlauf wurden zuletzt immer dünner, weil die meisten der nicht zur eingeladenen Elite zählenden Läuferinnen einen Start im Volkslauf oder im Zehn-Kilometerlauf, der jetzt "Odlo City-Run" heißt, bevorzugten.

Unter den 60 werden auch die beiden Schnellsten des vergangenen Jahres sein: Die Polin Karolina Jarzynska, die in 15:57,8 Minuten gewann, und der Kenianer Daniel Chebii, der in 28:17,6 Minuten sogar einen neuen Streckenrekord aufstellte, haben wieder ihre Zusage gegeben. Chebii könnte dabei mit seinem Landsmann Moses Kigen gleichziehen: Der gewann von 2005 bis 2007 drei Mal in Folge, Chebii steht 2010 und 2011 als Sieger in der Citylauf-Chronik.

Der Kenianer sorgte im Vorjahr für den einen Rekord, 3905 Meldungen und 3420 "Finisher" für die beiden anderen. Dass bis jetzt erst 298 Meldungen vorliegen, macht Hans-Peter Walther nicht nervös: "Das wird sich bald ändern."

(NGZ)