Rudern : Die Tabellenplätze verteidigen

Für das Finale der Ruder-Bundesliga morgen auf der Hamburger Binnenalster haben sich die beiden Achter mit Neusser Beteiligung ein klares Ziel gesteckt: Rheinsprinter und NRV-Männer wollen ihre Tabellenplätze verteidigen

Kulisse und Ambiente könnten kaum spektakulärer sein: Die Finalläufe der Ruder-Bundesliga werden morgen auf der Hamburger Binnenalster ausgetragen — und für das "Rahmenprogramm" hat sich auch der Deutschland-Achter angesagt: Die Olympiasieger von London fahren ein Revancherennen gegen Großbritannien und Australien.

Gut gelaunt und ebenso gut vorbereitet gehen die beiden Neusser Ruderteams in den letzten Bundesliga-Durchgang morgen in Hamburg. Foto: RBL

Eine schöne Zugabe für die beiden Bundesliga-Teams mit Neusser Beteiligung. Doch weder für die "Rheinsprinter" Düsseldorf-Neuss noch für den Männerachter des Neusser Rudervereins (NRV) hätte es einer solchen zusätzlichen Motivation bedurft.

Denn beide haben sich für den fünften und letzten Durchgang der Bundesliga ein klares Ziel gesteckt: Ihre Plätze in der Tabelle halten, im günstigsten Fall sogar noch verbessern. Die "Rheinsprinter" liegen auf Rang acht der insgesamt 15 Frauenteams in der Ersten Liga, allerdings mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Deutschen Ruder-Club Hannover. "Um diesen Vorsprung zu halten, gilt es in Hamburg noch einmal, alles zu zeigen", sagt Dorothea Redmann, die sich um die Pressearbeit der Startgemeinschaft aus Düsseldorf und Neuss kümmert. Dass ihre Bootskolleginnen das Zeug dazu haben, steht für sie außer Frage: "Das Ergebnis aus den letzten Trainingseinheiten ist eine verfeinerte Technik, mit einer über die Saison verbesserten Kondition und einem guten Bootsgefühl." Erster Prüfstein auf der Binnenalster werden im Zeitlauf um 8.36 Uhr die "Rheinperlen" der Bonner Rudergesellschaft sein, die vor dem Finale mit sechs Punkten Rückstand auf den Crefelder Ruderclub auf dem zweiten Tabellenplatz liegen. Egal, wie der Vergleich und die weiteren Läufe im K.O.-System ausgehen, für Dorothea Redmann steht bereits fest: "Schon jetzt kann man sagen, dass die erste gemeinsame Saison der Ruderinnen aus Düsseldorf und Neuss sehr erfolgreich war und wir uns auf weitere spannende Rennen freuen dürfen."

25 Minuten vor den "Rheinsprintern" muss der Vereinsachter des NRV aufs Wasser. Er bekommt es im Zeitlauf mit dem Zweitliga-Spitzenreiter Hannoverscher Ruderclub zu tun. In diesem wie in den nachfolgenden Rennen kommt es auf einen schnellen Start an, denn die Distanz wurde von 350 auf 270 Meter verkürzt. "Deshalb haben wir im Training unterschiedliche Startvarianten getestet", verrät Thorbjörn Dorow aus dem NRV-Achter. Der will den siebten Rang und damit die fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz — nach derzeitigem Stand würde es RC Witten (11. mit 18 Punkten), das Max Müller Team Bremen (12., 17 Punkte) und den Salzland-Achter (13., 12 Punkte) erwischen — verteidigen. "Eventuell geht sogar noch mehr", meint Thorbjörn Dorow.

(NGZ/ac)
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