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Bisher neun Meisterschaftsspiele bestritten: „Die müssen, wir wollen“

Bisher neun Meisterschaftsspiele bestritten : „Die müssen, wir wollen“

Von Volker Koch Die Bilanz ist niederschmetternd: Zwei Handball-Zweitligisten gibt es vor den Toren der baden-württembergischen Landeshauptstadt Suttgart: Den TV Kornwestheim und die TSG Ludwigsburg-Oßweil, deren Sporthallen nur sieben Kilometer auseinander liegen.

Von Volker Koch Die Bilanz ist niederschmetternd: Zwei Handball-Zweitligisten gibt es vor den Toren der baden-württembergischen Landeshauptstadt Suttgart: Den TV Kornwestheim und die TSG Ludwigsburg-Oßweil, deren Sporthallen nur sieben Kilometer auseinander liegen.

Gegen beide zusammen hat der TSV Bayer Dormagen bisher neun Meisterschaftsspiele bestritten - und nur zwei nicht verloren. 4:14 Punkte und sage und schreibe 217:268 Tore weist die Statistik zuungunsten der Dormagener aus, davon 97:123 Tore allein gegen Oßweil. Schuld sind die beiden Debakel aus der vorigen Saison: Dem 29:39 zum Auftakt in eigener Halle folgte eine 19:32-Schlappe zwischen Weihnachten und Neujahr. Schnee von gestern, darin sind sich vor dem erneuten Aufeinandertreffen am Samstag um 20 Uhr in der Ludwigsburger Rundsporthalle beide Trainer einig: "Wir haben gegen Dormagen zwei Mal einen unglaublich guten Tag gehabt, mehr nicht", glaubt TSG-Coach Thomas Hess nicht an eine automatische Fortsetzung der Serie.

Kollege Kai Wandschneider glaubt das auch nicht, allein schon mit Blick auf den Kalender: "Es sind ganz andere Voraussetzungen als in der vorigen Saison."Da hatte sich die damals neuformierte Bayer-Truppe im Auftaktspiel noch nicht gefunden. Und im Rückspiel war sie mit den Gedanken bereits im Silvesterurlaub. Damit sie am Samstag mit den Gedanken ganz beim Spiel sind, reisen die Dormagener schon Freitag an. Die Übernachtung in Sinsheim hat der neugeschaffene "Business-Club" spendiert. Da müsste das Gesetz der Serie eigentlich für den TSV sprechen: In der vergangenen Saison reisten die Bayer-Handballer zu den Partien in Aue, Balingen und Konstanz jeweils einen Tag früher an - und gewannen stets.

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Doch Wandschneider setzt nicht allein auf solch gute Omen: "Leistungsmäßig sind wir in der Lage, in Oßweil zu gewinnen", meint der TSV-Trainer. Wohlweislich der Tatsache, dass dies in dieser Saison noch keinem, in der vergangenen auch nur Meister HSG Düsseldorf gelungen ist. Warum er das glaubt, auch das verrät der Handball-Lehrer: "Weil wir einfach mal so ein Spiel gewinnen müssen, um oben dran zu bleiben. In Friesenheim wäre uns das schon gelungen, wenn die Schiedsrichter anders gepfiffen hätten."

Er sieht zwei Vorteile auf seiner Seite: Einen physischen - "wir haben den größeren Kader und können daher über 60 Minuten volles Tempo gehen", und einen psychologischen: "Wir wollen gewinnen, die müssen." Daraus macht auch Thomas Hess kein Hehl: "Wenn wir gegen Dormagen verlieren, haben wir ein negatives Punktekonto und stehen unten drin. Wenn wir gewinnen, sind wir in dieser verrückten Liga bis auf einen Punkt an Bayer dran." Eigentlich, gibt er zu, müsste er mit den 9:9 Zählern, die der letztjährige Vizemeister aufweist, "höchst unzufrieden" sein. Doch unter den aktuellen Voraussetzungen ist er das nicht: "Erstens mussten wir sieben Abgänge durch sieben neue Spieler ersetzen. Und zweitens hatten wir noch nicht einmal den gesamten Kader beisammen, weder beim Training geschweige denn bei einem Spiel."

Auch am Samstag fehlen noch die Langzeitverletzten Matthias Rohr (Knorpelschaden) und Sandra Catak (Kreuzbandriss), dafür sind die zwischenzeitlich fehlenden Marco Huth auf Linksaußen und Mads Kiib wieder dabei; der Däne soll die Regieposition übernehmen, die bisher der nach Großwallstadt gewechselte Daniel Brack innehatte, am Samstag wieder dabei. Seither läuft es bei der TSG besser, das Lokalduell in Kornwestheim am Samstag war trotz einer 31:32-Niederlage "unser bestes Auswärtsspiel", sagt Hess.

(NGZ)